Nur gefährliche Steilstrecken werden gestreut

Noch 100 Tonnen Salz in Hilchenbach auf Lager

Eine geschlossene Schneedecke auf der Straße macht das Autofahren bei diesen niedrigen Temperaturen gar nicht so unangenehm. Auf dem recht griffigen Schnee bildet sich wenigstens keine Eisschicht.

Eine geschlossene Schneedecke auf der Straße macht das Autofahren bei diesen niedrigen Temperaturen gar nicht so unangenehm. Auf dem recht griffigen Schnee bildet sich wenigstens keine Eisschicht.

ihm Hilchenbach. Die Mitteilung der Stadtverwaltung klang etwas bedenklich. „Der übliche Winterdienst wird im Hilchenbacher Stadtgebiet auf Steilstücke begrenzt. Straßen, die keine oder nur eine geringe Neigung aufweisen, wird der Baubetriebshof lediglich bei starkem Schneefall räumen, aber kein Salz streuen.“ Und schon kochte die Gerüchteküche im Städtchen: Angeblich hat die Stadt kein Salz mehr in den Silos.Verwaltungssprecher Hans-Jürgen Klein gibt Entwarnung: „Wir haben aktuell noch 100 Tonnen Salz. Das ist die Hälfte unserer normalen Kapazität. Wir haben nachbestellt und rechnen bald mit einer weiteren Lieferung.“ Die Lieferzeiten allerdings, so räumt Klein ein, seien länger als üblich – eine Woche statt zwei Tage.

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Festgefahrene Schneedecke am sichersten

Die Streupraxis habe mit Salzmangel nichts zu tun, versichert Klein. Vielmehr sei man überzeugt, dass bei so niedrigen Temperaturen eine geschlossene und festgefahrene Schneedecke sicherer zu befahren sei als eine angetaute Schicht, die dann wieder festfriere und Glatteis bilde.Die Frage, ob man künftig generell auf das reflexartige Verteilen von Streusalz verzichten könne und viel öfter ohne das umweltschädliche Granulat bzw. Feuchtgemisch auskommen könne, wollte Klein noch nicht abschließend beantworten. „Perspektivisch denken wir natürlich darüber nach. Es wäre besser für die Umwelt und kostensparender.“ Aber ob die Verkehrssicherheit bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ohne Salz zu gewährleisten ist, müsse man sehen. Für die Gehwege und Hauseingänge übrigens, die die Bürger zu räumen und vom Schnee freizuhalten haben, gilt in Hilchenbach kein Salzverbot – anders als in Kreuztal oder Siegen, wie am Dienstag in der SZ berichtet. Dort darf laut Satzung nur an besonders gefährlichen Stellen und in Ausnahmesituationen Salz gestreut werden. Einen solchen Passus hat die Stadt Hilchenbach nicht in ihre Satzung aufgenommen. Dort heißt es: „Bei Schnee- und Eisglätte sind die Wege und Zugänge zu bestreuen; dabei ist darauf zu achten, dass Baumscheiben und begrünte Flächen nicht durch Streumittel angegriffen werden.“

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