120 bedürftige Menschen nutzen Angebot

Schöne Bescherung beim Kreuztaler Mittagstisch

Ein leckeres Mahl und herzliche Weihnachtswünsche überbrachte das Team seinen Gästen. Die Besinnlichkeit blieb leider auf der Strecke.

Ein leckeres Mahl und herzliche Weihnachtswünsche überbrachte das Team seinen Gästen. Die Besinnlichkeit blieb leider auf der Strecke.

nja Kreuztal. Die Stimmung war ausgelassen, sowohl bei den im Nieselregen Wartenden vor der ev. Kreuzkirche in Kreuztals Stadtmitte als auch im Inneren des Gotteshauses, wo die letzten Vorbereitungen auf eine ganz besondere Bescherung liefen. Einen Tag vor dem neuerlichen Corona-Lockdown hatte das Team des Kreuztaler Mittagstischs zur Weihnachtsaktion eingeladen, die diesmal natürlich unter erschwerten Bedingungen und leider auch wenig besinnlich über die Bühne ging: Dass aber rund 120 bedürftige Menschen überhaupt in den Genuss dieses caritativen Grußes kamen, grenzt in Zeiten wie diesen fast schon an ein Wunder. Große Tüten, prall gefüllt mit Nützlichem wie Konservendosen und Drogerieartikeln, Leckerem wie Kaffee und auch das Leben Versüßendem wurden verteilt – und selbst durch den leider unerlässlichen Mund-Nasen-Schutz drang beim Betreten des Saals der appetitliche Duft frisch gekochten Rotkohls: Kombiniert mit Gulasch und Klößen (1000 der Kartoffelkügelchen waren gerollt und gegart worden) erwartete die Gäste ein leckeres Mittagsmahl.

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Geringere Resonanz als in den Vorjahren

Dieses durfte natürlich nicht, wie üblich, in geselliger Runde und untermalt von weihnachtlichen Blechbläserklängen vor Ort genossen, sondern musste mit nach Hause genommen werden. Gleiches galt für die Nachspeise: Mascarponequark mit Erdbeersauce. Professionelle Styroporverpackungen wurden gefüllt, aber auch leere Eisdosen und Marmeladengläser. Seit Ende Oktober war die Küche kalt geblieben. „Seitdem geben wir dienstags und freitags immer nur Lebensmittel aus“, sagt Mittagstisch-Leiterin Elisabeth Kramer. Für die Aktion am Dienstag war die Bevölkerung wieder um Spenden gebeten worden. Die Resonanz fiel geringer aus als in den Vorjahren – konnte sich aber dennoch sehen lassen. Wer sich bescheren lassen wollte, musste sich diesmal anmelden; es waren Nummern vergeben worden. Einzeln wurden die Gäste hineingebeten, der Händedesinfizierung folgte die Registrierung. Und dann ging es auf die Bescherungs-Einbahnstraße, wo ein Rädchen ins nächste griff.

"Alle wollten dabei sein"

Das Team des Mittagstischs arbeitete in zwei Schichten: „Alle wollten an diesem besonderen Tag dabei sein und helfen“, freut sich Kramer. Vorerkrankte aber blieben sicherheitshalber zu Hause. Man kennt sich, das Miteinander ist zumeist sehr herzlich. Hier und da gab es ein freudiges Wiedersehen nach längerer Pause. Weihnachtsgrüße wurden „ausgetauscht“ – und schon mussten die Gäste den Saal wieder verlassen. Auch die Andacht von Pfarrer Thies Friederichs fiel dem Virus zum Opfer. „Das ist natürlich schade – aber dass wir heute überhaupt so beschenkt werden, ist wunderbar“, sagte eine Kreuztalerin, die Präsenttasche sowie das Mittagsmenü für sich und ihre Kinder dankbar abholte. Das Jahr ist für die Aktiven des Mittagstischs noch nicht gelaufen. Am Freitag, nächsten Dienstag sowie am 29. Dezember werden wieder von Supermärkten gespendete Lebensmittel verteilt. Wann die Gäste erstmals wieder gegen ein kleines Entgelt zusammen speisen und somit natürlich auch diese besondere Gemeinschaft erleben dürfen – das steht wie so vieles derzeit in den Sternen.

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