Fred-Meier-Platz

Gedenken an Fred Meier und die Kreuztaler Opfer des NS-Rassenwahns

Die Gedenkstunde am Fred-Meier-Platz in Littfeld fand Corona-bedingt in aller Stille statt. Das Bild zeigt Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß (r.) und den FDP-Fraktionsvorsitzenden Frank W. Frisch beim stillen Gedenken.

Die Gedenkstunde am Fred-Meier-Platz in Littfeld fand Corona-bedingt in aller Stille statt. Das Bild zeigt Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß (r.) und den FDP-Fraktionsvorsitzenden Frank W. Frisch beim stillen Gedenken.

sz Littfeld. Am 27. Januar findet in Littfeld am Fred-Meier-Platz traditionell eine Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Pandemie-bedingt konnte diese Veranstaltung zum gemeinsamen Erinnern diesmal jedoch nicht stattfinden. Dem Vergessen der unzähligen Gräueltaten des Nazi-Regimes sollte dennoch entgegengewirkt und der ermordeten Kreuztaler Bürgerinnen und Bürger gedacht werden. Deswegen hatten die Littfelder Ortsvereine, die Fraktionen im Rat und Bürgermeister Walter Kiß vereinbart, in aller Stille zu gedenken und Kränze am Gedenkstein Fred Meiers niederzulegen. Gemäß der Corona-Schutzverordnung fand dies getrennt voneinander sowie ohne Reden und Publikum statt. Für die Ortsvereine Littfeld legte Doris Schumacher schon früh am Tag einen Kranz nieder.

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Jugendliche gestalten Gedenkstunde mit

FDP-Fraktionsvorsitzender Frank Frisch übernahm diese ehrenvolle Geste als (dienst-)ältestes Ratsmitglied im Namen aller Fraktionen in Kreuztal. Den dritten Kranz legte Bürgermeister Walter Kiß nieder: „Selbstverständlich wäre eine feierliche Gedenkstunde in dem sonst üblichen Rahmen dem Anlass angemessener gewesen. Denn auch in diesen besonderen Zeiten dürfen wir die Gefahr von Ausgrenzung und Hass nicht unterschätzen. Wir müssen uns immer wieder in Erinnerung rufen, wohin es führen kann, wenn fehlgeleitete Ideologie die Menschlichkeit verdrängt. Damals wie heute gilt es, den Zusammenhalt und die Rücksichtnahme zum Wohle derer, die unseren besonderen Schutz benötigen, zu erhalten.“ Auch die Jugendlichen des Jugendtreffs Glonk in Littfeld, die üblicherweise mit einem Redebeitrag beteiligt sind, hatten sich eine Alternative einfallen lassen. Jeweils zu zweit zogen sie los und putzten die zwölf Stolpersteine in Littfeld und Krombach, polierten sie und legten eine Rose nieder. „Ich finde es traurig, dass früher so etwas Schlimmes passiert ist. Dass die Juden auch hier in Littfeld verfolgt worden sind, macht das Ganze irgendwie noch schlimmer, weil das alles einfach hier passiert ist, wo ich heute selbst lebe. Ich hoffe, so etwas passiert nie wieder“, sagte der zwölfjährige Fabian, der sich an der Aktion beteiligte. Zusätzlich haben die Jugendlichen die Broschüre zu den Stolpersteinen in Littfeld und Krombach erneuert.

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