Gartenfreunde vermitteln Erholungsoasen

Gedeihliches Miteinander

Gartenfreund Reinhard Stahlschmidt hat eine schöne Idee: Der Verein möchte Gartenbesitzer und Interessierte, die eine Parzelle bewirtschaften möchten, zusammenbringen.

Gartenfreund Reinhard Stahlschmidt hat eine schöne Idee: Der Verein möchte Gartenbesitzer und Interessierte, die eine Parzelle bewirtschaften möchten, zusammenbringen.

nja Kreuztal. Nie war er – gefühlt – so wertvoll wie in Zeiten der Corona-Pandemie: der eigene Garten. Oase der Erholung nach der Arbeit und am Wochenende, Hobby-„Spielplatz“ für Menschen mit grünem Daumen, mitunter auch Lieferant für frisches Gemüse und Obst: herrlich! Und so ist es vielleicht kein Zufall, dass bei den Gartenfreunden Kreuztal in jüngster Vergangenheit gleich mehrfach das Telefon klingelte und immer die gleiche Frage gestellt wurde: „Kann ich bei Ihnen einen Garten mieten?“

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Nun sind die Gartenfreunde zwar der heimischen Scholle eng verbunden – so betreiben sie ja seit vielen Jahren z. B. die Mosterei, die mittlerweile am Ferndorfer Johannespfad/Ecke Aherhammer eine Bleibe gefunden hat, und sind auch darüber hinaus am heimischen Grün interessiert. Kleingärten aber besitzen sie nicht – wie z. B. der ganz ähnlich lautende Verein der Gartenfreunde Am Höhberg, der eine Anlage oberhalb der Fritz-Erler-Siedlung betreibt. „Wir mussten den Anrufern also einen Korb geben bzw. auf die Kleingärtner verweisen“, sagt stellv. Vorsitzender Reinhard Stahlschmidt im SZ-Gespräch. Zugleich aber war dies die Geburtsstunde für ein Projekt, das nun anlaufen könnte. Die Gartenfreunde sind bereit, als Vermittler zu agieren: Menschen, die sich gerne um eine Parzelle kümmern wollen und solche, denen der eigene Garten vielleicht zu viel geworden ist, könnten so zusammenfinden.

Verwaiste Gärten vermitteln

„Es scheint Bedarf zu bestehen. Daher ist mir der Gedanke gekommen, verwaiste Gärten zu vermitteln. Manche Menschen können sie – vielleicht aus gesundheitlichen Gründen oder in fortgeschrittenem Alter – ja vielleicht nicht mehr nutzen. Oder wollen es nicht mehr. Sie freuen sich vielleicht über Unterstützung“, so Stahlschmidt: Eigentümer hätten so einen bewirtschafteten Garten, Pächter könnten sich einbringen und sich verwirklichen – Freude und Erholung tanken.

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Auch ein weiterer sozialer Aspekt könne dabei gewinnbringend für beide Seiten sein: Man kommt ins Gespräch miteinander, knüpft neue Kontakte. Daher fragen die Gartenfreunde – auch auf ihrer Homepage: „Haben Sie einen Garten, und die Arbeit wird Ihnen zu viel oder ist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich? Wie wäre es mit einem Gartenpaten?“ Interessierte Bürger können ihre Adresse und Telefonnummer an die Kreuztaler Gartenfreunde mailen; der Verein stellt dann den Kontakt her.

Warteliste beim Verein der Gartenfreunde Am Höhberg

Beim Verein der Gartenfreunde Am Höhberg, verriet Vereinsvorsitzender Friedhelm Kraft, ist derzeit keine der 54 Parzellen zu haben. Vielmehr gibt es eine Warteliste. Wer seinen Namen darauf wiederfinden möchte, der muss allerdings zunächst Mitglied im Verein werden.

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