Reit- und Fahrverein Kindelsberg wehrt sich

Gericht verhandelt Klage gegen Südumgehung

Der Reit- und Fahrverein Kindelsberg sieht sich von der Planung der Kreuztaler Südumgehung in der Existenz bedroht. Am Freitag, 5. Februar, wird seine Klage vor dem OVG verhandelt.

Der Reit- und Fahrverein Kindelsberg sieht sich von der Planung der Kreuztaler Südumgehung in der Existenz bedroht. Am Freitag, 5. Februar, wird seine Klage vor dem OVG verhandelt.

nja Buschhütten/Ferndorf. Das lange Warten scheint ein Ende zu haben: Für Freitag kommender Woche, 5. Februar, ist vor dem Oberverwaltungsgericht Münster die mündliche Verhandlung in Sachen „Südumgehung Kreuztal“ terminiert. Wie berichtet, hat der Reit- und Fahrverein Kindelsberg Klage gegen das Großprojekt des Landesbetriebs Straßenbau NRW eingereicht. Sein Hubensgut liegt unmittelbar am geplanten Trassenverlauf von Buschhütten nach Ferndorf, oberhalb des Buschhüttener Freibads. Der Verein sieht sich von der Planung in seiner Existenz bedroht.

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Reit- und Fahrverein Kindelsberg hofft auf Entscheidung

„Es wundert uns, dass die Verhandlung nun mitten im Corona-Lockdown ansteht, wir haben andererseits aber auch lange darauf gewartet und sind froh, wenn eine Entscheidung vorliegt“, sagt Vereinssprecher Dr. Gert Bültermann im SZ-Gespräch. Hauptkritikpunkte des Vereins: Schon die dreijährige Bauzeit für die dreispurige Trasse mit 6 Prozent Steigung mit entsprechenden Eingriffen in das Gelände könnte dafür sorgen, dass die Pferdebesitzer, die ihre Tiere am Hubensgut eingemietet haben, wegen der Lärmbelästigung abspringen. Die Südumgehung soll zudem bis auf 20 Meter an die Reithalle heranführen. Das werde dauerhaft Auswirkungen haben. Und: Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Natur sollen laut Dr. Bültermann auf Vereinsgelände umgesetzt werden – Stichwort Extensivierung. Damit fehlten dann das bisher selbstproduzierte Futter für die Tiere und die Möglichkeit, dort den Pferdemist aufzutragen. Die Folge: weitere Entsorgungskosten. Nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr erlebte der Reit- und Fahrverein einen echten Boom, sagt Dr. Bültermann: „Die Leute konnten nicht in Urlaub fahren, wir haben neue Mitglieder gewonnen und uns sogar drei neue Schulpferde angeschafft.“

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