Eissporthalle Netphen

Abriss statt Umwandlung?

Wird die Eissporthalle in Netphen abgerissen? Die Stadtverwaltung bringt diese Variante als neue Möglichkeit ins Spiel.

Wird die Eissporthalle in Netphen abgerissen? Die Stadtverwaltung bringt diese Variante als neue Möglichkeit ins Spiel.

sz Netphen. Die Eishalle in eine Multifunktionshalle umwandeln – das war bislang das erklärte Ziel in Netphen. Von diesem Vorhaben rückt die Stadtverwaltung nun ab: Nachdem man die Gesamtproblematik „überdacht und neu bewertet“ habe, müsse darüber nachgedacht werden, zusätzlich andere Schwerpunkte zu setzen. Die Rede ist von einer „städtischen Gesamtverantwortung für alle Bereiche des täglichen Lebens“, in nächster Zeit stünden Investitionen in Schulen, etwa die Erweiterung von Gymnasium und Grundschule, sowie unter Umständen eine Ersatzlösung für die Georg-Heimann-Halle an.

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Thema am 24. Juni im Stadtentwicklungs-Ausschuss

Konkret spielt die Verwaltung der Keilerkommune in einer Beschlussvorlage für die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am kommenden Montag, 24. Juni, drei Alternativen für das weitere Vorgehen durch. Fiele die Wahl auf „C“, würde die Verwaltung damit beauftragt, den Abriss der Eissporthalle vorzubereiten, entsprechende Mittel in Höhe von rund 300 000 Euro wären im Haushalt 2020 bereit zu stellen.Die Argumentation: Der Freizeitpark Netphen sei durch die Errichtung der Trampolinanlage aufgewertet worden, zur Steigerung der Attraktivität trage zudem die Anlegung des Bewegungsparkes bei. Die durch den Abriss frei werdende Fläche könne einer anderen Freizeitnutzung zugeführt werden – mit deutlich geringerem Investitionsaufwand als bei den übrigen Alternativen.

Alternative A wohl zu teuer

Denn: Unter „A“ fallen Zuschüsse aus dem Städtebauförderprogramm. Netphen würde demnach 70 Prozent der Kosten von mittlerweile 7,11 Mill. Euro für den Hallen-Neubau gefördert bekommen, es verbliebe ein stattlicher – und wohl nicht zu stemmender – Eigenanteil in Höhe von 2,13 Mill. Euro.

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Variante B bleibt wohl Wunschdenken

Sogar 90 Prozent Förderung würde die Stadt im Zuge der Alternative B anpeilen – die Aussichten, in ein solches Programm zu kommen, seien aber mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit versehen als jene der Alternative A. Nach dieser Rechnung würde der Eigenanteil gegenwärtig 711 000 Euro betragen. Das Fazit der Verwaltung: Man spreche sich für die Verfolgung der Variante B aus, „dabei sollte jedoch, um die marode Gebäudesubstanz zu beseitigen, die Alternative C gleichzeitig angegangen werden. Beide Alternativen schließen sich zumindest so lange, wie weitere Maßnahmen in diesem Bereich nicht aktiv angegangen werden, nicht gegenseitig aus“.

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