A45-Talbrücke Eisern Nord (Update/mit Video)

Brückensprengung: Trümmer werden weggeräumt

Der Verkehr auf der anderen Hälfte der Talbrücke Eisern läuft schon wieder in vollem Gange. Die am Sonntag gesprengte Brücke wird derzeit Stück für Stück entsorgt.

Der Verkehr auf der anderen Hälfte der Talbrücke Eisern läuft schon wieder in vollem Gange. Die am Sonntag gesprengte Brücke wird derzeit Stück für Stück entsorgt.

tile Eisern. Die Aufräumarbeiten haben begonnen. Nachdem am Sonntag der nördliche Teil der 54 Jahre alten Talbrücke Eisern gesprengt und zum Einsturz gebracht wurde, sind nun die Abrissbagger an der Reihe. Wurden zunächst rund zwei Monate für die Beseitigung der gewaltigen Trümmer vorgesehen, rechnet Straßen NRW aktuell mit nur noch vier bis fünf Wochen, wie Projektingenieurin Jennifer Johannsen auf der Baustelle der Siegener Zeitung verrät.

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30 Arbeiter

. . . sind in den kommenden Tagen und Wochen durchschnittlich auf der Baustelle beschäftigt: Neben den Mitarbeitern der Abbruchfirma, arbeiten auch Vermesser sowie Tiefbauer weiter in ganz normalen Tagesschichten unter Ausnutzung des Tageslichts. Nachtarbeiten und das Aufstellen großer Baulichtstrahler sind momentan nicht vorgesehen.

14 000 Tonnen

. . . Beton und Stahl müssen zerkleinert, säuberlich von einander getrennt und anschließend recycelt werden. Der Asphalt wurde bereits vor der Sprengung abgetragen. Das Metall landet auf dem Schrott und durchläuft die normale Entsorgungskette. Der aus dem Beton gewonnene Schotter wird zum Teil vor Ort wiederverwendet, um etwa Baustraßen für den Winter zu befestigen.

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7 Bagger

. . . , darunter 38- und noch schwerere 70-Tonner, sind derzeit im Baufeld unterwegs. Sechs, ausgestattet mit Stemmhämmern (die Hämmer allein wiegen 4 bzw. 7 Tonnen) oder sogenannten Pulverisierern (großen Zangen), zerkleinern die Bruchstücke direkt unterhalb der Brücke, ein weiterer wird im Bereich der L 909 eingesetzt. Die Reste der beiden Widerlager sowie die Fundamente der gesprengten Pfeiler werden ebenfalls abgebrochen.

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15.000 Kubikmeter

. . . Bodenaushub aus dem bestehenden Baufeld wurden vor der Sprengung für das Fallbett bewegt und aufgeschüttet. Das Material wird wieder für aktuelle Arbeiten verwendet oder soll später erneut der Abfederung dienen, wenn die Südbrücke gesprengt wird. Das passiert aber erst, nachdem der neue Nordteil steht.

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6,50 Meter

. . . hoch ist der Stützwall, der zum Schutz der L 909 Richtung Obersdorf aufgeschüttet wurde. Dieser sowie die dort liegenden Trümmer der Brücke werden priorisiert abgetragen, denn am 2. November soll die Landstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden.

7 Tage

. . . benötigt die Brechanlage der Abbruchfirma Moß aus Lingen bei einer Leistung von 2000 Tonnen pro Tag rein rechnerisch, um die grob vorzerkleinerten Bruchstücke zu recyceltem Material weiterzuverarbeiten. Die Größe des „Endprodukts“, etwa Schotter, lässt sich je nach verwendetem Sieb variieren.

560 Lkw

. . . Schutt und Geröll werden so nach dem Abbruch der fünf Pfeiler und dem Aufbau (Fahrbahn) übrig bleiben. Was nicht mehr in Eisern benötigt wird, wird abtransportiert.

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1 Kilometer

. . . lang schätzt Jennifer Johannsen das Baustraßennetz an und rund um die Talbrücke, die ihrerseits 327 Meter misst. Der Bauzaun bzw. die Absperrung rund um das Areal, das so klein wie möglich gehalten wird, wird vermutlich ähnlich lang sein.

6 Pfeiler

. . . wird die neue Brücke bekommen, die alte steht bisher auf fünf mächtigen Betonstützen. Sobald wie möglich, auf jeden Fall noch während der Aufräumarbeiten, wird mit der Ausschachtung der Baugruben für die neuen Fundamente begonnen. Zum Abstützen wird Spritzbeton verwendet. Bis Weihnachten soll ein guter Teil dieser Vorarbeiten abgeschlossen sein. Die neuen Betonträger werden später sukzessive im „Kletterverfahren“ vor Ort Schicht für Schicht neu gegossen. Dabei „wachsen“ die Säulen nach und nach von West nach Ost aus dem Eiserntal empor. In selber Richtung entsteht danach der Fahrbahnaufbau.

Die Bauzeit wird etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. Dann wird die Südbrücke gesprengt und ebenfalls komplett neu gebaut. 2024, so das Ziel, soll der Autobahnverkehr schließlich über die sechsspurige Brücke fließen.

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