ADAC-Luftrettungs-Bilanz 2020 für NRW

"Christoph 25" 1212-mal im Einsatz

Der in Siegen stationierte Rettungshubschrauber "Christoph 25"  flog Corona-bedingt im vergangenen Jahr rund 200  Einsätze weniger als 2019.

Der in Siegen stationierte Rettungshubschrauber "Christoph 25" flog Corona-bedingt im vergangenen Jahr rund 200 Einsätze weniger als 2019.

sz Siegen. Die sechs in Nordrhein-Westfalen stationierten Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber der gemeinnützigen ADAC-Luftrettung sind 2020 zu 6741 Einsätzen in NRW, angrenzenden Bundesländern und im benachbarten Ausland geflogen (2019: 7162). Der in Würselen bei Aachen stationierte „Christoph Europa 1“ war mit 1579 Einsätzen (2019: 1706) erneut am häufigsten unterwegs. Es folgten „Christoph Europa 2“ aus Rheine mit 1378 Einsätzen (2019: 1249), „Christoph 25“ aus Siegen mit 1212 Einsätzen (2019: 1401) sowie „Christoph 8“ aus Lünen mit 1002 Einsätzen (2019: 1122). Die hauptsächlich für die Verlegung von Patienten eingesetzten Intensivtransporthubschrauber „Christoph Westfalen“ aus Greven und „Christoph Rheinland“ aus Köln kamen auf 980 (2019: 1019) sowie 590 (2019: 665) Einsätze

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Corona verlangt Besatzungen alles ab

Zwar gingen die Alarmierungen der ADAC-Rettungshubschrauber in NRW wegen des Corona-bedingten Rückgangs der Mobilität um 5,9 Prozent zurück. Die Crews waren aber dennoch so gefordert wie nie. Das Coronavirus verlangte den Besatzungen alles ab und sorgte wegen der strengen Sicherheits- und Hygienekonzepte sowie der ständigen Infektionsgefahr für eine deutlich stärkere Einsatzbelastung. „Wir haben es seit Ausbruch der Pandemie geschafft, die notfallmedizinische Versorgung der Menschen in Deutschland auch in dieser schwierigen Zeit uneingeschränkt zu gewährleisten“, betont Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung. Einsatzursache Nummer eins waren für die ADAC-Rettungshubschrauber aus Nordrhein-Westfalen bei 36 Prozent der Flüge Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Danach folgten mit 24,6 Prozent Notfälle des Herzkreislauf-Systems (z.B. Herzinfarkt) sowie neurologische Notfälle (z.B. Schlaganfall) mit 17 Prozent. Bundesweit flogen die Piloten der gemeinnützigen ADAC-Luftrettung im 50. Jahr ihres Bestehens zu 51.749 Einsätzen.

Zahl der Spezialeinsätze gestiegen

Gestiegen ist die Zahl der Spezialeinsätze: Die Crews rückten im vergangenen Jahr zu 800 Corona-Einsätzen aus, darunter rund 100 Spezial-Verlegungstransporte von schwer erkrankten Covid-19-Patienten.  Bei ihrer Arbeit können die ADAC Crews auf die modernsten Rettungshubschrauber des Typs H145 und H135 von Airbus Helicopters zurückgreifen. Mit ihnen wurden 2020 rund 3,3 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das sind etwa 150.000 Kilometer weniger als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug unverändert rund 30 Minuten.

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