Ärztemangel auf dem Land

Siegen-Wittgenstein: Stipendien für angehende Mediziner Lisa Neef und Sascha Pees

Ein Hausarzt misst einer Patientin den Blutdruck.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein will dem Ärztemangel auf dem Land vorbeugen.

Siegen/Bad Berleburg. Lisa Neef und Sascha Pees dürfen sich freuen: Die Medizinstudentin und der Medizinstudent werden ab sofort durch ein Stipendium des Kreises Siegen-Wittgenstein auf ihrem weiteren Weg zu ihrem Traumberuf unterstützt. „Seit 2015 schreibt die Kreisverwaltung das Medizin-Stipendium regelmäßig aus. Unser Ziel: Angehende Medizinerinnen und Mediziner aktiv zu unterstützen und gleichzeitig die Qualität der medizinischen Versorgung in Siegen-Wittgenstein zu verbessern“, erklärt Landrat Andreas Müller in einer Pressemitteilung: „Ich freue mich jedes Mal, unsere neuen Stipendiaten bei der Vertragsunterzeichnung kennenzulernen. Sie stecken so viel Zeit und Arbeit in ihre langjährige und sehr herausfordernde Ausbildung. Die Medizin ist ihre Leidenschaft!“

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Gesundheitsdezernent Thiemo Rosenthal, Landrat Andreas Müller, Lisa Neef, Sascha Pees, Dr. Christoph Grabe, Leiter des Gesundheitsamtes, und Carolin Weyel vom Personalamt nach der Vertragsunterzeichnung im Kreishaus.

Gesundheitsdezernent Thiemo Rosenthal, Landrat Andreas Müller, Lisa Neef, Sascha Pees, Dr. Christoph Grabe, Leiter des Gesundheitsamtes, und Carolin Weyel vom Personalamt nach der Vertragsunterzeichnung im Kreishaus.

Lisa Neef will im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe praktizieren

Vor Beginn ihres Studiums haben beide bereits zahlreiche praktische Erfahrungen gesammelt: „Nach meinem Schülerpraktikum im Diakonie-Klinikum Jung-Stilling habe ich dort noch zwei Pflegepraktika absolviert – eins im Bereich der Gynäkologie und eins im Bereich der Geburtshilfe. Darauf folgte eine Anstellung als Werksstudentin auf der Geburtshilfestation, wo ich bis heute als Wochenendaushilfe eingesetzt werde“, erzählt die 22-jährige Lisa Neef. Da liegt es nahe, dass die gebürtige Wilnsdorferin nach ihrem Studium an der Philipps-Universität in Marburg gerne im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe praktizieren möchte.

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Nach meinem Schülerpraktikum im Diakonie-Klinikum Jung-Stilling habe ich dort noch zwei Pflegepraktika absolviert – eins im Bereich der Gynäkologie und eins im Bereich der Geburtshilfe.

Lisa Neef, 22 Jahre alt

Sascha Pees studierte in Bonn

Bevor es für Sascha Pees aus Brachbach an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn ging, absolvierte er nicht nur eine Ausbildung zum Rettungssanitäter, sondern auch noch eine Ausbildung zum Rettungsassistent mit berufsbegleitender staatlicher Prüfung zum Notfallsanitäter. „Bis ich mit dem Studium beginnen konnte, war ich als hauptamtlicher Notfallsanitäter tätig. Deshalb ist mein Ziel nach dem Studium im Bereich der Allgemeinmedizin, Anästhesie oder Notfallmedizin zu praktizieren“, so der 30-Jährige.

Im Zuge des Stipendiums erhalten angehende Medizinerinnen und Mediziner, die bereits ihr Physikum erfolgreich bestanden haben, finanzielle Hilfen in Höhe von 500 Euro pro Monat. Die Förderung ist maximal vier Jahre lang möglich, sodass sich eine Fördersumme von bis zu 24.000 Euro pro Studierendem ergibt. Wer ein Stipendium in Anspruch nimmt, verpflichtet sich im Gegenzug nach dem Studium eine ärztliche Tätigkeit im Kreis Siegen-Wittgenstein auszuüben – mindestens für die Dauer des in Anspruch genommenen Förderzeitraums.

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