Auf der Suche nach kühlen Orten

Kalte Plätze an heißen Tagen

Im Gegensatz zu den Temperaturen vor der Kirche sieht es in den Gotteshäusern deutlich anders aus.

Im Gegensatz zu den Temperaturen vor der Kirche sieht es in den Gotteshäusern deutlich anders aus.

sp Siegen. Auf über 30 Grad kletterte am Donnerstag das Thermometer und es wird wohl nicht der letzte heiße Tag des Jahres sein. Die einen freuen sich aufs Sonnenbaden, ihnen kann es gar nicht warm genug sein. Die anderen sind verzweifelt auf der Suche nach schattigen und kühlen Plätzchen, versuchen der heißen Dachbodenwohnung oder dem stickigen Büro zu entfliehen. Die SZ-Redaktion hat ein paar kühle Orte in der Region zusammengetragen, an denen es sich an heißen Tagen aushalten lässt.

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Die dicken Mauern der Kirchen machen es möglich, dass es im Inneren angenehm kühl ist. Zu den Gotteshäusern, die täglich geöffnet haben, gehört die Nikolaikirche in der Siegener Oberstadt. Dort herrschen angenehme 14 bis 15 Grad. „Es ist herrlich“, sagt Küster Stefan Kober, der sich bei 30 Grad plus besonders über seinen Arbeitsplatz freut. Die Kirche ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 12 Uhr. Wer den Siegberg erklommen hat, kann in der Nikolaikirche ein kurzes Päuschen einlegen und verweilen. „Es ist ein schönes Angebot , das gerne angenommen wird“, so Kober. Auf Hygieneregeln sollte bei einem Besuch geachtet werden.

Auch in der Attendorner Tropfsteinhöhle herrschen dieser Tage angenehme Temperaturen.

Auch in der Attendorner Tropfsteinhöhle herrschen dieser Tage angenehme Temperaturen.

Dunkel und kühl ist es in der Atta-Höhle in Attendorn. Das ganze Jahr über bleibt die Temperatur bei etwa 9 Grad. Aktuell können Genesene, Geimpfte und Getestete die Höhle besuchen. Sie ist täglich von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet. Es herrscht Maskenpflicht.

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Am kühlsten ist es derzeit im Schieferschaubergwerk Raumland. Hier sollte man tatsächlich mit Jacke auflaufen, denn hier gehen die Temperaturen bis maximal elf Grad rauf.

Am kühlsten ist es derzeit im Schieferschaubergwerk Raumland. Hier sollte man tatsächlich mit Jacke auflaufen, denn hier gehen die Temperaturen bis maximal elf Grad rauf.

Auch wenn bei den heißen Temperatur kaum daran zu denken ist, beim Besuch des Schieferschaubergwerks Raumland sollte eine Jacke mitgebracht werden, denn hier ist es zwischen 6 und 8 Grad kühl. Aufgrund der Corona-Pandemie sind aktuell Führungen mit maximal zehn Personen möglich (Anmeldung über die Homepage). Jutta Plaschke weiß, dass in den vergangenen heißen Sommern Besucher kamen, extra um sich abzukühlen. „Die haben es wirklich genossen, die wollten nicht mehr rausgehen“, erzählt die 1. Vorsitzende des Heimatvereins Schieferschaubergwerk Raumland.

Sie selbst haben unter der Hitze und Trockenheit in den vergangenen Jahren gelitten: die Wälder. Dennoch bieten sie dort, wo sie noch stehen und gesund sind, reichlich Schatten. Warum also nicht ein kleiner Spaziergang oder ein Picknick unter Bäumen? Das bietet sich beispielsweise am Asdorftalradweg an. Vom Industriegebiet Wehbach aus ist es in Richtung Niederfischbach zu Fuß nicht allzu weit bis zu einem Picknick-Platz am Ufer des Baches. Die Sitzgruppe selbst steht in der Sonne, doch mit einer Decke kann man es sich im kühlen Schatten des Waldes bequem machen. Hier können die Kinder im Wasser planschen, und der Bach ist tief genug, sodass auch die Erwachsenen bis zu den Knien im Wasser stehen können.

Bei der beliebten und bekannten Badestelle „Schnütgenhof“ an der Bigge ist es zwar nicht wirklich kühl, aber zumindest lädt das Wasser der Bigge dazu ein, sich eine Abkühlung zu holen.

Bei der beliebten und bekannten Badestelle „Schnütgenhof“ an der Bigge ist es zwar nicht wirklich kühl, aber zumindest lädt das Wasser der Bigge dazu ein, sich eine Abkühlung zu holen.

Natürlich, bei heißen Temperaturen hilft Wasser, von innen wie von außen. Eintauchen ins kühle Nass, das erfrischt. Möglich ist das in Freibädern, Weihern oder auch am Biggesee in Attendorn. Hier gibt es einige frei zugängliche Badestellen. Eine beliebte und bekannte ist die Badestelle „Schnütgenhof“. Sie hat täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Die gültigen Corona-Verordnungen müssen selbstverständlich auch hier eingehalten werden.

Auch der längste Radtunnel in NRW, der Wegeringhauser Tunnel bei Drolshagen, hat seine schattigen Plätzchen mit angenehmen Temperaturen zu bieten.

Auch der längste Radtunnel in NRW, der Wegeringhauser Tunnel bei Drolshagen, hat seine schattigen Plätzchen mit angenehmen Temperaturen zu bieten.

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Er soll der längste Radtunnel in NRW sein, der Wegeringhauser Tunnel bei Drolshagen mit einer Länge von 724 Metern. Die Sonne hat bei dem ca. 1 Meter dicken Gewölbe keine Chance. Da die geschützten Fledermäuse ihr Winterquartier verlassen haben, ist der Tunnel seit April wieder geöffnet. Durch ihn führt beispielsweise die Agger-Bigge-Runde und der Bergische Panoramaradweg.

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