AUF EIN BIER mit...

Künstler Thomas Kellner

Thomas Kellner ist als freischaffender Künstler in Siegen und auch darüber hinaus bekannt wie ein bunter Hund.

Thomas Kellner ist als freischaffender Künstler in Siegen und auch darüber hinaus bekannt wie ein bunter Hund.

sabe Siegen. Thomas Kellner ist als freischaffender Künstler in Siegen bekannt wie ein bunter Hund. Und auch darüber hinaus. Er wurde vor allem durch seine großformatigen Fotos von berühmten Baudenkmälern bekannt, die durch viele Einzelbilder und eine verschobene Kameraperspektive wie „Foto-Mosaike“ wirken. Seine Arbeiten wurden in Einzelausstellungen in Städten wie London, Paris oder New York gezeigt, Museen in Houston, Chicago oder Rio de Janeiro haben seine Werke in ihre Sammlungen integriert. Seit der Pandemie richtet er seinen Fokus wieder mehr auf heimische Gefilde. Sein derzeitiges Projekt zeigt Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes heute, das auf die bekannten Arbeiten von Bernd und Hilla Becher anspielt. Die SZ trifft den Künstler in seinem Wohn- und Schaffensraum in der Blücherstraße am Wellersberg mit Blick auf (s)ein viel inszeniertes Baudenkmal der Stadt.

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Ist die Nikolaikirche mit dem Krönchen eigentlich dein Liebling unter den Bauwerken in Siegen? Momentan würde ich sagen, sind es die Fachwerkhäuser. Das Krönchen sehe ich ja hier von morgens bis abends.

Siehst du dich an dem Blick also schon mal satt? Nein. Satt sehen kann man sich daran nicht. Vor allen Dingen nicht von so einem Standpunkt. Der ist nun wirklich schön.

Die Pandemie hält dich derzeit oft am Standpunkt Siegen. Sonst bist du immer viel gereist… … Und deshalb fand ich es auch eine gute Gelegenheit, mit den Fotografien der Fachwerkhäuser vom Siegerland zu erzählen. Wenn man dann schon hier ist.

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Aber du bist ja immer hier her zurückgekommen, nach Siegen. Obwohl du in der Vergangenheit in Städten wie Boston und London ausgestellt und viel Großstadtflair geschnuppert hast. So kleine Städte haben Vorteile.

Zum Beispiel…? … dass man hier in Ruhe seine Arbeit machen kann.

Was hat dich bei deinem neuesten Projekt, den Fachwerkhäusern, inspiriert? Inspiration ist ein komischer Begriff. Künstlerisches Arbeiten ist ein fortlaufender Prozess und da bewegt man sich ja quasi forschend weiter. Das heißt, der Arbeitsprozess ist sich selbst die Inspiration. Die Arbeiten von Bernd und Hilla Becher zu den Fachwerkhäusern aus der Region um Siegen beschäftigen mich schon seit meinem Studium. Damals, Ende der 80er Jahre … das war in Siegen die Becher-Zeit. Seitdem hatte ich immer wieder Schnittpunkte mit diesen Arbeiten. Und dann kam der Lockdown. Also habe ich mir überlegt, was ich hier die nächsten drei Jahre vor Ort machen kann. Und ich hatte schon Bildmaterial, Schnappschüsse, die ich damals für ein anderes Projekt gemacht hatte, und eine Bildidee.

Welche Idee steht dahinter? Ich setzte auf den Spuren der Bechers Häuserfronten in Szene, zeige sie in ihrem heutigen Zustand. ‚Was ist aus ihnen geworden?‘, frage ich da zum Beispiel. Vieles ist ja heute verbaut, der Charme ist futsch. Auch wenn manches natürlich trotzdem hübsch gemacht ist.

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