AUF EIN BIER mit...

Landrat Andreas Müller

Am Häusling hielt und hält sich Landrat Andreas Müller gerne auf. Für ihn ist es einer seiner Lieblingsorte.

Am Häusling hielt und hält sich Landrat Andreas Müller gerne auf. Für ihn ist es einer seiner Lieblingsorte.

sabe Siegen. Oben am Häusling gibt es zwischen den rauschigen Laubbäumen eine Bank mit Blick über die Stadt. Hier hat Landrat Andreas Müller früher, als er hier noch vis à vis in seiner Wohnung in der Melanchthonstraße wohnte, oft gesessen. Auch heute noch verbindet er viel mit dem „schönsten Aussichtspunkt über Siegen.“

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Herr Müller, wir sitzen hier gerade an ihrem Lieblingsplatz. Was verbinden Sie mit diesem Ort? Ich habe hier am Häusling ja fünf Jahre gelebt. Direkt nach meiner kleinen Studentenbude, die ich damals in der Stadtmitte hatte, bin ich mit meinem Partner hergezogen. Für mich war das immer ein Siegerländer Wohnungstraum. Stadtnah – und gleichzeitig konnte man den Rehen hier „Guten Morgen“ sagen. Die haben uns übrigens das eine oder andere Mal die Tulpen abgefressen.

Als Landrat müssen sie ja immer den ganzen Kreis im Blick haben. Vielleicht ist das hier auch deshalb einer ihrer Lieblingsplätze?! (lacht) Gut möglich. Aber vor allen Dingen finde ich, hat man hier das Beste aus zwei Welten zusammen: Die Stadt im Blick und dazu sitzt man mitten im Grünen. Und dafür steht Siegen meiner Meinung. Dieses städtische Lebensgefühl auf der einen Seite – und auf der anderen liegt der nächste ruhige Waldweg, das Grün, direkt um die Ecke. Ich finde, das ist ein ziemlich guter Mix. Auch für ein dauerhaftes Leben.

Sie haben ja früher auch Bundestagsabgeordnete begleitet, waren in vielen großen Städten unterwegs, aber sind immer wieder nach Siegen zurückgekommen. Wenn man von hier – und vor allem wie ich vom Dorf – kommt, dann braucht man glaube ich diesen Angelpunkt „Natur“. Ich war zwar nie ein Haubergsjunge, aber immer viel im Wald unterwegs. Ich könnte mich zum Beispiel in Berlin nie an diese Geräuschkulisse gewöhnen. Und natürlich habe ich auch sonst eine unglaublich tiefe Verbindung mit der Stadt.

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Weil Sie Ur-Siegerländer sind? Weil Siegen-Wittgenstein für mich Heimat ist. Und das ist ja nun wirklich ein großer Begriff. Aber für mich bedeutet Heimat, dass man auch viele Punkte der Lebenserinnerung an diesen Ort, diese Region hat. Erinnerungspunkte, in denen ich auch ein Teil meines Lebens sehe.

Wie meinen Sie das? Ich habe zum Beispiel nicht nur die Eröffnung der City-Galerie mitbekommen, sondern habe dort auch ein paar Jahre gearbeitet, bin also als Mitarbeiter durch die Katakomben dort gelaufen (lacht). Mit persönlichen Erinnerungen kriegt man ja gleich eine ganz andere Verbindung. Und so geht es mir mit vielen Orten hier. In der Martinikirche habe ich früher oft gesungen oder auch im Apollo-Theater – da kenne ich jeden Raum hinter der Bühne. Und so zieht sich das durch die ganze Stadt.

Ist denn der Blick von hier oben für Sie noch der gleiche wie vor fünf Jahren? Es hat sich ja viel getan in der Stadt. Die Stadt ist in Bewegung. Und ich bin froh, dass ich diese Weiterentwicklung mitgehen konnte und kann. Ob es die Eröffnung des Apollo-Theaters war, die Freilegung der Sieg, jetzt kommt die Uni in die Stadt, die Stadt Siegen plant Neugestaltungen von ganzen Quartieren und in die Oberstadt zieht wieder mehr Leben ein – das ist ja alles nur der sichtbare Teil der Veränderung.

Und der unsichtbare? Der Siegerländer, heißt es ja, bleibt immer gerne unter sich. Aber ich habe das Gefühl, dass mit dieser städtischen Kultur auch eine große Portion Weltoffenheit Einzug hält.

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