AUF EIN BIER mit...

Pablo Ruhr und Laura Lensing vom Musikclub „Meyer“

Laura Lensing und Pablo Ruhr sind sich sicher, dass nach der Pandemie wieder ordentlich gefeiert wird.

Laura Lensing und Pablo Ruhr sind sich sicher, dass nach der Pandemie wieder ordentlich gefeiert wird.

sabe Siegen. Das „Meyer“ gilt in der Krönchenstadt als Kultschuppen und gehört nicht nur für Studenten seit den 90er Jahren zum festen Stadtinventar. Seit Corona einer ganzen Szene das Licht ausgeschaltet hat, ist es mittlerweile in manchen Clubs so dunkel geworden, dass es wohl auch nicht mehr wieder angeht. Im Meyer schon. Ein Gespräch mit Clubbesitzer Pablo Ruhr und Vollzeitkraft Laura Lensing über fehlende Theken, das Licht am Ende des Tunnels und wie wir nach Corona feiern werden.

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Denkt ihr, nach Corona werden die Menschen anders tanzen? Laura: Nein, nicht wirklich. Vielleicht tanzen manche sogar ungehemmter. Pablo: Überall wo Menschen wieder feiern dürfen, sieht man ja, dass gefeiert wird. Warum sollte das bei uns anders sein? Ich behaupte, dass das ein Teil des Lebens ist, der einfach fehlt und dazu gehört. Wir wissen zwar nicht wann, aber die Feierkultur wird wiederkommen. Laura: Und die Leute fragen ja auch ständig nach, wann wir endlich öffnen. Die können das kaum noch erwarten.

Im September werden wir es wissen. Pablo: Vielleicht. Dann (Anm. d. Red.: Wenn die landesweite Inzidenz unter 35 liegt) könnten die Clubs theoretisch wieder öffnen, aber es gibt noch kein Konzept, wie das genau ablaufen soll.

Feiern mit Personenbegrenzung, Abstand und Maske? Pablo: Schwierig. Das rechnet sich zum einen wirtschaftlich nicht und ich weiß auch, wie der Laden hier mit nur 50 Leuten aussieht. Das ist ja keine Stimmung.

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Heißt also doch noch weiter warten – und wenn es sein muss, länger als September? Pablo: Die Perspektive gibt auf jeden Fall Hoffnung. Aber das hängt alles von den äußeren Umständen ab. Wenn wir das Gefühl haben, dass hier das alte Glücksgefühl wieder entstehen kann, wir ein sicheres Konzept auf die Beine gestellt haben, davon ausgehen können, dass sich hier niemand infiziert und wir von der Stadt das ‚Okay‘ haben, dann öffnen wir.

Werdet ihr dann zusätzliche Leute brauchen, um Impfausweise und Testzertifikate zu kontrollieren? Pablo: Ob man jetzt nur den Ausweis oder eben noch den Impfpass dazu kontrolliert, ist ja nicht viel mehr Aufwand.

Habt ihr damit gerechnet, dass das Publikum nur aus den drei G’s bestehen wird? Pablo: Eigentlich schon. Und das wird auf manche auch nochmal den Druck erhöhen, sich impfen zu lassen.

Werden die Gäste denn dann im Herbst in einem völlig neuen „Meyer“ stehen? Ihr seid ja gerade noch am Renovieren. Pablo: Ja, das ist alles etwas ins Stocken geraten. Man kommt ziemlich schwer an Handwerker. Laura: Aber zur Not machen wir auch ohne Theke auf, dann haben wir mehr Platz zum Abstandhalten (lacht). Die Leute werden „ihr“ Meyer auf jeden Fall wiedererkennen. Denn das ist das, was sie vermissen. Eigentlich wollen die meisten, dass wir einfach nur wiederkommen und so bleiben, wie wir sind.

Plant ihr denn eine besondere Revival-Party? Pablo: Ja, auf jeden Fall. Da wird es ganz sicher etwas geben.

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