Bestellt und nicht abgeholt

Kassenstau bei Kassen Stracke

Obwohl Eric Stracke (l., mit Mitarbeiter Daniel Fries) auf dem Papier eine durchaus gute Auftragslage verbuchen kann, ist davon bei ihm noch nicht so viel angekommen.

Obwohl Eric Stracke (l., mit Mitarbeiter Daniel Fries) auf dem Papier eine durchaus gute Auftragslage verbuchen kann, ist davon bei ihm noch nicht so viel angekommen.

sabe Siegen. Bei Eric Stracke von Kassen Stracke Siegen klingelt „ungelogen über 80 Mal am Tag das Telefon.“ Die Menschen sind überfordert ob des neuen Gesetzes, das für elektronische Registrierkassen ab dem 31. März gilt.

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Für den Kassenspezialisten kein ungewöhnliches Szenario. Die Pandemie lässt das Handy nicht selten im Dauermodus vibrieren. Mit der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie beispielsweise – die viele eher als Mehrwertsteuer-Dilemma verstanden wollen wissen – kamen die Fragen.

Für den Spezialisten gibt es nur eine Konsequenz. „Wie will man sich das selber programmieren“, fragt er rhetorisch und nennt den kleinen Siegerländer Supermarkt mit rentennahem Besitzer als Beispiel. Er erinnert sich: Als die Steueranpassung durch Corona kam (in der Gastronomie beispielsweise von 19 auf 7 Prozent), „da hatte ich hier eine Schlange voll Kunden mit ihren Kassen vor der Tür stehen. Wir haben zu viert nichts anderes gemacht, als den ganzen Tag Kassen umzustellen.“ Noch mehr Kassenstau löst Corona dabei im eigenen Laden aus. Hier sind zwar – auch im Zuge des verlangten TSE-Moduls – einige elektronische Kassensysteme bestellt, werden allerdings von der Kundschaft nicht abgeholt.

Viele Kunden warten bis nach dem Lockdown

Der Grund: Viele Kunden wollten mit der Aufstellung warten, bis der Lockdown vorbei ist und sie auch einen Nutzwert aus ihrer Bestellung ziehen können. Einige Gastronomen sagten ihm beispielsweise, es mache keine Sinn, die Mitarbeiter zur Einarbeitung ins neue Kassensystem aus der Kurzarbeit zu holen, um dann nicht damit arbeiten zu können.

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Obwohl Eric Stracke also auf dem Papier theoretisch einen durchaus gute Auftragslage verbuchen kann, ist davon praktisch bei ihm und seiner Firma noch nicht so viel angekommen. „Das kann man quasi mit der gastronomischen Gutscheinblase vergleichen.“

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