BIS AUF WEITERES

Schönwetterzug?

SZ-Redakteur Jörg Winkel.

SZ-Redakteur Jörg Winkel.

Heute mag ich keinen Schnee mehr. Als Schüler war das anders, setzte doch viel Weiß auf der Straße die Wahrscheinlichkeit herauf, dass zumindest in den ersten trüben Unterrichtsstunden Lehrpersonal im Stau statt vor der Klasse stand. Als Betroffener darf man sich ja über Unterrichtsausfall freuen. (Später, in der Elternrolle, ändert sich diese Meinung übrigens deutlich.) In den ersten Jahren meiner Gymnasialzeit fuhr noch der Schienenbus zwischen Betzdorf und Olpe, und stets waren es die Schülerinnen und Schüler aus Hohenhain, Friesenhagen, Freudenberg oder Rothemühle, die pünktlich in ihren Klassen saßen, während busfahrende Hünsborner, Hillmicker oder Saßmicker noch an der eisigen Haltestelle auf die „83“ warteten. Die beste Lehrerin, die mich je unterrichtete, kam stets im silbernen Porsche zum Dienst – außer bei Schnee, da setzte sie sich lieber in einen anderen „Silberling“, der von einer V 100 übers Gleis von Finnentrop nach Olpe gezogen wurde, und war ebenfalls immer pünktlich. Heute lese ich erst von drohendem Schneefall und einen Absatz später, dass der Zugverkehr praktisch schon vorbeugend ausfällt – wann eigentlich hat die Eisenbahn diesbezüglich die Fronten gewechselt und ihre einst legendäre Wintertauglichkeit aufgegeben? Und warum?

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j.winkel@siegener-zeitung.de

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