Coronavirus in Siegen: zwei isolierte Patienten / Kreis will über Ergebnisse informieren (Update)

Zwei Verdachtsfälle im Kreisklinikum

Über eine besondere Zufahrt wurde der zweite Verdachtsfall in das Kreisklinikum gebracht.

Über eine besondere Zufahrt wurde der zweite Verdachtsfall in das Kreisklinikum gebracht.

sp Siegen.  Im Laufe des Mittwoch ergaben sich weitere Entwicklungen rund um die Coronavirus-Verdachtsmomente in Siegen. Der Überblick:

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Coronavirus in Siegen: Die Entwicklungen im Überblick

++ 17.20 Uhr: Das Kreisklinikum gab in einer Pressemitteilung weitere Informationen bekannt:  Um die Infektion mit dem neuartigen Virus zu bestätigen oder zu entkräften seien Abstrichproben aus dem Nasen-Rachenraum der Patienten an das Referenzlabor der Charité Berlin versandt worden. „Ein Ergebnis liegt voraussichtlich innerhalb von zwei Tagen vor.“ Für den Patienten, der bereits am Dienstag  eingeliefert worden sei, lägen die Ergebnisse frühestens am Donnerstag vor. Für den Patienten, der am Mittwoch nach Ankündigung des Hausarztes eingetroffen sei, würde das Ergebnis frühestens am Freitag vorliegen. Sowohl der Kreis als auch das Krankenhaus teilten mit, dass sie über neue Ergebnisse „auf jeden Fall“ informieren.

Infos zur Isolierstation 

Weiter heißt es in dem Pressebericht: „Die Isolierstation des Kreisklinikums umfasst 27 Betten und beschäftigt 18 Mitarbeiter, die sehr erfahren im Umgang mit hochinfektiösen Erkrankungen sind.“ Die Zimmer auf der Isolierstation seien mit einem Vorraum und zwei Türen, also einer Schleuse ausgestattet. Besonders ist zudem im Vergleich zu einer Normalstation, dass die Zimmer speziell belüftet seien und über ein eigenes isoliertes Belüftungssystem verfügten. Es bestehe ein Unterdruck, sodass nichts aus dem Zimmer nach außen und auch nicht ins allgemeine Belüftungssystem der Klinik gelangen könne. Außerdem verfügten die Patientenzimmer ausnahmslos über eine eigene Nasszelle.

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Statement des ärztlichen Direktors

„Als das Krankenhaus mit einer Isoliereinheit sind wir für die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe zuständig und selbstverständlich auf das Coronavirus vorbereitet. Unser Team aus Ärzten, Gesundheits- und Krankenpflegern sowie Hygienefachkräften hat sich unmittelbar nach den ersten Meldungen aus China umfassend vorbereitet und die Vorgehensweise festgelegt“, wird Prof. Dr. Martin Grond, ärztlicher Direktor des Kreisklinikums Siegen, in der Pressemitteilung zitiert. In Kooperation mit dem Kreisgesundheitsamt und den involvierten Mitarbeitern seien schon früh eine Meldekette festgelegt und besondere Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Patienten definiert worden. Aktuell befinde sich das Klinikum in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt.

Keine Lebensgefahr

Auf Nachfrage der Siegener Zeitung teilte das Kreisklinikum mit, dass sich auch der zweite Verdachtsfall zuvor in China aufgehalten habe. Weitere Angaben zu den Personen wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gemacht. Aber: Beide Personen seien nicht in Lebensgefahr, es herrsche soweit "grünes Licht", so die Pressesprecherin. 

++ Gegen 11.40 Uhr wurde der zweite Verdachtsfall, den der Kreis am früheren Morgen gemeldet hatte, über eine besondere Zufahrt ins Kreisklinikum in Weidenau an der Weidenauer Straße gebracht. Die Besatzung des Rettungswagens war mit Schutzkleidung ausgestattet. 

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++ Zu einem ersten Coronavirus-Verdachtsfall ist im Laufe des Mittwochs ein weiterer hinzugekommen. Der Kreis hatte zuerst gemeldet, dass es zwei weitere seien, aber es habe sich um eine Mehrfachmeldung gehandelt. ++ Zunächst war am Dienstag ein Mann, der kürzlich von einer Geschäftsreise aus China zurückgekehrt war, auf die Isolierstation im Kreisklinikum in Weidenau verlegt worden. Das hatte Landrat Andreas Müller am Dienstagabend während des IHK-Jahresempfangs auf Anfrage der SZ bestätigt.

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Abschließende Coronavirus-Diagnose steht noch aus

++ Am Mittwochmorgen meldete die Pressestelle des Kreises Siegen-Wittgenstein, dass aktuell von zwei Patienten ausgegangen wird,  die als Verdachtsfälle für eine Infektion mit dem Coronavirus gelten. Ob sich die Verdachtsmomente erhärten und tatsächliche Infektionen vorlägen, könne erst nach Abschluss der Diagnostik gesagt werden. 

Coronavirus-Entwarnung am St.-Marien-Krankenhaus 

Die Marien-Gesellschaft Siegen teilte mit, dass sich der Fall mit einer Frau, die zur Untersuchung in das St.-Marien-Krankenhaus nach Siegen kommen wollte, zerschlagen habe. Sollte es Verdachtsfälle geben, würden sie an das Kreisklinikum überstellt. 

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