Eltern sind oftmals schlechte Vorbilder

Polizei legt Zahlen im Rahmen der Aktion „Schulstart“ vor

Bei der Polizeiaktion „Schulstart“ wurden vermehrt Kontrollen auf den Schulwegen und im Umkreis von Kindergärten durchgeführt.

Bei der Polizeiaktion „Schulstart“ wurden vermehrt Kontrollen auf den Schulwegen und im Umkreis von Kindergärten durchgeführt.

sz Siegen/Bad Berleburg. Der Schulstart 2020 Mitte August war definitiv etwas Besonderes. Für die Kleinsten begann ein neuer Lebensabschnitt, für andere war es ein Schritt in Richtung „Normalität“. Auf die Schulanfänger warten aber nicht nur Deutsch, Mathe und Sport, auch der Straßenverkehr stellt eine besondere Herausforderung dar. Hier lauern Gefahren und neue Situationen, auf die sich die Jungen und Mädchen erst einstellen müssen. Verbunden mit dem Beginn der „dunklen Jahreszeit“ sind zusätzliche Gefahren vorprogrammiert.Die Polizei im Kreis Siegen-Wittgenstein hat deshalb auch in diesem Jahr wieder die Aktion „Schulstart“ durchgeführt, damit die Schulkinder sicher unterwegs sein konnten – und weiter können. Neben präventiven Maßnahmen wurden konkret seit August auf Schulwegen und im Umfeld von Kindergärten im Kreisgebiet vermehrt Verkehrskontrollen durchgeführt. Das Fazit ist laut Pressebericht ernüchternd. 13 000 Fahrzeuge wurden kontrolliert. 1358 Mal verzeichnete die Polizei demnach einen Geschwindigkeitsverstoß. Die meisten Autofahrer kamen mit einem blauen Auge davon, aber 64 von ihnen erhielten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Vier Fahrer müssen sogar mit einem Fahrverbot rechnen.

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Anschnallpflicht immer wieder missachtet

Auch die Anschnallpflicht wurde leider immer wieder missachtet. In 19 Fällen mussten die Beamten einschreiten. Erfreulicherweise waren aber alle Kinder angeschnallt, nur die Eltern waren schlechte Vorbilder. Neben den oben genannten Verstößen wurde in 64 weiteren Fällen ein Verwarnungsgeld und in zehn Fällen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige fällig.Die eingesetzten Polizeibeamten beobachteten aber vor allem teils chaotische Situationen an den Schulen. Viele Eltern bringen und holen ihre Kinder im Auto und fahren dabei am liebsten bis vor die Schultür. Aufgrund der vielen zeitgleich ankommenden, haltenden und wieder anfahrenden Fahrzeuge entstanden zahlreiche gefährliche Situationen, die bereits Erwachsene regelmäßig überforderten. Der dringende Appell der Polizei in diesem Zusammenhang: „Lassen Sie Ihre Kinder ruhig deutlich vor dem Schulgelände aussteigen und ein paar Meter laufen. Helfen Sie mit, den täglichen Weg zur Schule sicherer zu machen.“

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