Entfremdung und Austritten vorbeugen

Kirche digital gestalten

Laut einer Studie könnte die ev. Kirche bis ins Jahr 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren.

Laut einer Studie könnte die ev. Kirche bis ins Jahr 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren.

sz Siegen. Angesichts der großen Veränderungen, die die Corona-Krise bewirkt hat, wirbt Professor Tobias Faix von der CVJM-Hochschule in Kassel für weitere Bemühungen, die Kirche auch weiterhin digital zu gestalten. Gerade in der Zeit der Pandemie müsse die Kirche auch in der digitalen Arbeit sichtbar sein, um den Menschen Halt zu geben, sagte der Referent jetzt auf der digitalen Pfarrkonferenz des ev. Kirchenkreises Siegen. „Der Digitalisierungszwang, den wir in vielen Bereichen der Kirche erfahren, ist nicht nur herausfordernd, sondern die große Chance der Kirche, präsent und attraktiv zu bleiben.“

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Positive Erfahrungen mit der Kirche machen

Wenn junge und alte Menschen von der christlichen Botschaft berührt und eingenommen würden und positive Erfahrungen mit der Kirche machten, blieben sie der Kirche über Jahre verbunden, so Faix. Vor Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Jugendreferentinnen- und referenten aus dem Siegerland und Olper Raum verwies Faix auf eine Studie, die er in Zusammenarbeit mit der theologischen Fakultät der Universität Siegen erarbeitet hat. Die Studie behandelt die Motive und Gründe, die zu den vermehrten Kirchenaustritten führen.

Grund für Austritt häufig Entfremdung

Dabei legte Professor Faix die „Freiburger Studie“ zugrunde, die eine Projektion der Kirchenmitglieder im Jahr 2060 zeigt. Danach könnte die ev. Kirche bis ins Jahr 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren. Die Gründe für die Austritte lägen häufig in der Entfremdung oder einer fehlenden persönlichen Bindung zur Kirche“, so Faix. Hier könne die Kirche ansetzen, um langfristig dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken. Für Faix sei es die Aufgabe der Kirchen, in einer Gesellschaft, die geprägt sei durch Globalisierung, Pluralisierung und Singularisierung, den Menschen einen Ort der Hoffnung und der Begegnung zu bieten. Dabei gehe es besonders jungen Menschen zunehmend nicht um die Konfession, sondern um Orte, wo sie selbst spirituelle oder religiöse Erfahrungen sammeln könnten.

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