Fitnessstudios in Zeiten von Corona

Betreiber entscheiden über Maskenpflicht

Die Maske immer dabei, nur wohin damit während des Trainings? Viele klemmen den Virenschutz an die Trinkflasche.

Die Maske immer dabei, nur wohin damit während des Trainings? Viele klemmen den Virenschutz an die Trinkflasche.

lm Siegen/Betzdorf. Fieber messen, Hände desinfizieren und mit Flatterband abgesperrte Sportgeräte. Studiobetreiber und Sportbegeisterte mussten sich nach Wiedereröffnung der Fitnessstudios auf einen völlig veränderten Trainingsalltag einstellen. Die Vorgaben der Hygienemaßnahmen unterscheiden sich dabei zwischen den Bundesländern nur minimal. In Nordrhein-Westfalen gilt zwischen Geräten, Personen und in Kursen beispielsweise ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Beim Nachbarn Rheinland-Pfalz beträgt er das Doppelte: Drei Meter. Ein enormer Unterschied. Nur eine Konstante gilt in allen Studios: Eine Maskenpflicht gibt es nicht!

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Mehrheit der Kunden lehnt Maske im Fitnessstudio ab

Den trainierenden Mitgliedern ist die Entscheidung für eine Maske freigestellt. In einer nicht repräsentativen Umfrage der SZ ist sich die Mehrheit einig: Ist das Tragen nicht vorgeschrieben, wird kein Mund-Nasen-Schutz aufgezogen. Aber wie schützen sich Mitarbeiter und Fitness-Sportler sonst vor dem Corona-Virus? „Neben Vorkehrungen wie dem regelmäßigen Desinfizieren und der Kontrolle der Abstandseinhaltung gilt bei uns im Studio die Einbahnregelung, wir haben für unsere Mitglieder Wegrichtungen markiert“, erklärt Felix Velten vom Studio „Körperwelten“ in Betzdorf. Auch wenn die Maske nicht zwingend ist, trägt das Personal inklusive der Trainer durchgehend eine Gesichtsbedeckung. „Wir verlangen von unseren Mitgliedern nur beim Betreten und beim Verlassen des Studios und im Wellnessbereich, eine Maske zu tragen“, ergänzt er. Im Sauna- und im Ruhebereich gilt Maskenpflicht. Velten: „Eine Mund-Nasen-Bedeckung wird beim Sport fast niemand mehr tragen. Zu Beginn der Wiedereröffnung hat das noch anders ausgesehen. Damals war Unsicherheit bei unseren Kunden noch groß, viele haben damals die Maske nicht abgelegt.“

Beim Sport kommt es auf die richtige Atmung an

Im Studio „FitX“ mitten in Siegen geht es den Freunden schwerer Hanteln augenscheinlich auch so: Eine Maske tragen dort beim Sport nur die wenigsten. Trainerin Britta Schmidt erklärt den Hintergrund: „Die richtige Atmung ist beim Sport sehr wichtig, darauf möchte fast niemand verzichten. Deshalb dürfen Mitglieder in Bundesländern, in denen die Maskenpflicht auch in Fitnessstudios gilt, die Maske bei der Übungsausführung ablegen.“ Das passt zur SZ-Umfrage: Hier gaben nur 15 Prozent der Teilnehmer an, beim „Pumpen“ eine Maske zu tragen. Immerhin ein gutes Drittel der Befragten war sich einig: Sollte die Maske Pflicht werden, würden sie nicht mehr ins Studio gehen.

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Immer mehr Kunden kehren in "Muckibuden" zurück

Bei dem „EMS-Studio Körperformen“ an der Siegener Sandstraße läuft das Training anders ab. Eigentümer Michael Othmer erklärt: „Zu uns kommt man nur mit Termin beim Personal Trainer, deswegen können wir Hygienevorschriften sehr gut einhalten und kontrollieren.“ So besuchen dort nur maximal zwei Mitglieder zeitgleich das Studio. „Die Mehrheit unserer Kunden trägt keinen Mund-Nasen-Schutz bei uns während des Trainings.“ Der Mindestabstand von 1,5 Metern werde vor allem durch die Einzelkabinen eingehalten. Durch die Sicherheitsvorkehrungen der Fitnessstudios kehren die Sport-Fans langsam zurück. „Nach und nach statten uns wieder mehr Leute einen Besuch ab, das freut uns“, ergänzt Felix Velten von „Körperwelten“. Jedoch gaben noch knapp zehn Prozent der Befragten in der SZ-Umfrage an, durch Corona keinen Sport mehr zu machen oder in erster Linie in den eigenen vier Wänden Sport zu treiben. Der Betzdorfer Trainer blickt trotzdem positiv in die Zukunft: „Unsere Kunden fühlen sich wieder wohl, Fitnessstudios und Mitglieder haben sich auf die neue Situation mit Corona eingestellt, das ist jetzt Alltag.“

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