Fridays for Future in Siegen

300 Leute streiken für ein gesundes Klima

Auf Plakaten aller Art warben die Teilnehmer der FFF-Klimastreikation für ein besseres, gesünderes Klima. Nach Angaben der Veranstalter nahmen daran in Siegen rund 300 Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder teil.

Auf Plakaten aller Art warben die Teilnehmer der FFF-Klimastreikation für ein besseres, gesünderes Klima. Nach Angaben der Veranstalter nahmen daran in Siegen rund 300 Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder teil.

mir Siegen. 300 Leute füllten am Freitag zwischen 16 und 17 Uhr die Fußgängerzone Kölner Straße, vom Berliner Bären in der Unterstadt bis hoch zum Kornmarkt, allesamt Demonstranten für ein besseres Klima. FFF hatte als Hauptveranstalter geladen, „Fridays for Future“ ist also noch nicht vom Coronavirus vertilgt worden. Meo Röttgers und Finn Koblenzer vom Orga-Team hoben erfreut die Köpfe und grinsten: „Ja, wirklich. Es sind 300 Menschen gekommen. Irre.“ Die Schätzungen der Polizei lagen erheblich niedriger, ein stadtbekannter Beamter und Lokalpolitiker hatte bis zum Karstadt-Eingang 70 gezählt, allerdings waren nach Beginn der Veranstaltung immer noch Grüppchen mit je sechs, acht Leuten die Kölner Straße hochgezogen, um sich oben kurz vor dem Rathaus nahtlos einzureihen in die Menschenkette.

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Fridays-for-Future-Demonstranten halten Corona-Regeln ein

Richtig, der Klimastreik am Freitag erstreckte sich über die gesamte Fußgängerzone als Menschenkette, verbunden über ein buntes, mit Stoffteilen verknotetes Band der Sympathie. Alle zwei Meter packte ein Corona-maskierter Mitmachender am Band zu, auf diese Weise ließen sich die AHA-Regeln einhalten. Ordner des Veranstalters schauten danach, der kalte, frische Wind verdünnte eventuell auftretende Aerosole mit Seuchengehalt. Apropos Kälte: Um die 300 Aktiven bei guter Laune zu halten, sorgten Vorsänger mit Megaphonen für Stimmung. Zum Beispiel so: „What do you want?“ Antwort aus dem Publikum: „Climate justice now“ (deutsch: „Klimagerechtigkeit jetzt“).

Klare Aussage der jungen Frau: „The earth is getting hotter than my imaginary boyfriend.“

Klare Aussage der jungen Frau: „The earth is getting hotter than my imaginary boyfriend.“

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Einen Herrn mit schlohweißem Haar veranlasste das im mittleren Teil der Fußgängerzone, sich mit einer jungen Dame auf eine Debatte einzulassen: „Warum könnt ihr das nicht mit unserer feinen deutschen Sprache sagen?“ Die junge Frau lächelte freundlich, sie hatte ein Klimastreikplakat umgehängt: „The earth is getting hotter than my imaginary boyfriend.“ Der Herr nickte freundlich, „ich verstehe ja, was Sie sagen wollen“.

"Wir streiken, bis ihr handelt"

Derweil gaben sich die Aktiven alle Mühe, ihre daheim gemalten Plakate zu zeigen. An friedlichen Parolen gab es keinen Mangel: „Wir streiken, bis ihr handelt.“ Ideenreich: „Vor uns die Wüste, um uns herum der Wohlstand, hinter uns vertane Jahre.“ Oder noch ein Slogan: „Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle.“ Zwischendrin zeigte sich oberhalb des ehemaligen Bekleidungshauses Bender eine Hausgemeinschaft mit einer eigenen Plakatierung, darauf wollte man die Konzerne als wahre Klimasünder zur Kasse bitten. Nicht allein im globalen Maßstab geht es um Klimastreik, selbst die lokale Ebene spielt eine Rolle. Auch die Stadt Siegen müsse die bestehenden Lücken in der Klimapolitik endlich aufarbeiten. „Wir wollen keine leeren Versprechen mehr, sondern handfeste, an die Wurzeln gehende Lösungen“,sagt Karolin Guhlke, sie hatte die Veranstaltung angemeldet. „Eine der größten Baustellen im Kreis ist der öffentliche Personennahverkehr, der sich immer noch in privater Hand befindet.“ Gemeint sind die VWS Group und die von ihr beauftragten Subunternehmen.

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