Größtes Vorhaben ohne Fördermittel

4,5 Millionen für neuen Bauhof in Siegen

Fast fertig: Wenn die Tiefbauarbeiten die Hallen des Bauhofs befahrbar machen, wird die Flotte aus zwei Standorten zusammengeführt.

Fast fertig: Wenn die Tiefbauarbeiten die Hallen des Bauhofs befahrbar machen, wird die Flotte aus zwei Standorten zusammengeführt.

js Siegen. Millionen müssen bewegt werden, um eine Großstadt wie Siegen am Laufen zu halten. Investitionen in Infrastruktur und Gebäude gehören zum Geschäft der Verwaltung. Ein Projekt sticht dabei derzeit heraus: der Bau des neuen Bauhofs in der Fludersbach. Mit einem Kostenvolumen von etwa 4,5 Millionen Euro gehört er zu den größten Vorhaben der Krönchenstadt, die ohne Fördermittel gestemmt werden. Jetzt ist das Gebäude fertig, in Kürze wird es in Betrieb genommen, wenn auch noch ohne den Fuhrpark.

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Zwei Standorte werden zusammengelegt

Jahrzehntelang mussten die Siegener Bauhofmitarbeiter sich mit einem Provisorium begnügen – verteilt auf drei Standorte. Zwei davon, der aus der Niederschelder Maccostraße und der bereits zuvor in der Fludersbach untergebrachte, werden nun zusammengelegt, lediglich der in Weidenau bleibt bestehen. Durch diese weitgehende Zentralisierung entfallen künftig Fahrstrecken – das spart Geld und ist besser fürs Klima.

Platz für neun Lastwagen

Für den neuen Bauhof wurde auf einer Gesamtfläche von 1400 Quadratmetern ein zweigeschossiges Gebäude errichtet. Das Erdgeschoss besteht aus geräumigen Fahrzeughallen – hier ist Platz für neun Lastwagen: die sechs städtischen Müllfahrzeuge, das Sperrmüllfahrzeug und zwei Großkehrmaschinen. Im Obergeschoss werden Umkleide- und Sanitärräume sowie ein Aufenthaltsbereich fürs Team eingerichtet – mit Platz für 60 Personen. Ein weiterer Neubau wurde für die Werkstatt geschaffen, für Groß- und Kleingeräte der Grünflächenabteilung mit einer Wartungsgrube und einer zweiten Waschhalle für kleinere Fahrzeuge. Sobald die noch anstehende Grundreinigung erfolgt ist und Spinde und sonstiges Mobiliar aufgestellt sind, werden die Räume genutzt. „Wir vom Hochbau sind fertig“, erklärt Planungsleiter Jörg Heide. Die Fahrzeughallen selbst sind bisher nicht nutzbar, da die Tiefbauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind – die Zufahrtsbereiche müssen an das Bodenniveau des Hofgeländes angeglichen werden.

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Gebäude der Feuerwache abgerissen

Die neuen Gebäude wurden auf dem Gelände der früheren Feuerwache errichtet. Diese wurde weitgehend abgerissen, allein der Bunker blieb stehen. Der Aufwand habe nicht in Relation gestanden zu der Fläche, die dadurch hätte gewonnen werden können, erläutert Jörg Heide. Daher wurden hier Technik- und Lagerräume eingerichtet. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht.“ Nach den politischen Weichenstellungen vor zehn Jahren stieg die Stadt 2014 richtig in die Planungen des Neubaus ein. Die Verwaltung setzte auf abteilungsübergreifende Eigenleistung, verteilte die Bauabschnitte häppchenweise auf mehrere Haushaltsjahre. 2015 wurden der Querriegel mit Durchfahrt, der Verwaltungstrakt und die alte Leitstelle abgerissen, übrig blieb lediglich das Gebäude an der Fludersbacher Straße, das bis 2016 renoviert und von der Stadtreinigung bezogen wurde. Diesen ersten Bauabschnitt eingerechnet, belaufen sich die Gesamtkosten für das Projekt auf 5,7 Millionen Euro.

Bunker und Schlauchturm bleiben erhalten

Was der Bunker für den aktuellen, war der Schlauchturm für den ersten Bauabschnitt – auch dieser blieb erhalten, weil ein Abriss unverhältnismäßig teuer geworden wäre. Das markante Gebäude beherbergt nun die Heizungsanlage für den gesamten Gebäudekomplex – und ist damit der wohl höchste Heizungskeller der Krönchenstadt. Eine weitere Besonderheit der Anlage liegt übrigens im Verborgenen: Eine 20.000 Liter fassende Zisterne wird aus dem Wasser gespeist, das ohnehin aus dem Hang hinter dem Neubau quillt. Genutzt wird das Wasser künftig für den Betrieb der Kehrmaschinen oder im Sommer für die Bewässerung.

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