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Grüne spricht im neuen Wahlkreisbüro Klartext

Laura Kraft: "Wir werden alle ärmer werden"

Laura Kraft hat ihr Büro an der Siegener Hinterstraße 19 eröffnet.

Laura Kraft hat ihr Büro an der Siegener Hinterstraße 19 eröffnet.

tip Siegen. Grün weht die Werbefahne vor der Tür, grün prangt das Eingangsschild samt Bundesadler – und Grün ist auch die Farbe der Wahl der neuen Mieterin: Laura Kraft hat am Wochenende ihr Wahlkreisbüro in der Oberstadt eröffnet. Die Hinterstraße 19, ein ehemaliges Atelier, soll ein Treffpunkt für alle werden, die ein Anliegen an die 2021 über die Landesliste eingezogene Bundestagsabgeordnete der Grünen haben. Klar ist schon jetzt: Die Anfragen werden in sorgenvollen Zeiten nicht weniger werden.

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Menschen tragen der Grünen viele Sorgen zu

Das beobachtet Laura Kraft schon jetzt. "Ich erlebe eine gestiegene Zahl von Anfragen. Man merkt, wo der Schuh gerade drückt", sagt die Abgeordnete der Siegener Zeitung. Im Frühjahr ging das bereits los. Der russische Krieg gegen die Ukraine bereitete den Menschen in Siegen-Wittgenstein Sorgen. Aktuell sind es die gestiegenen Preise von Energie und Lebensmitteln. "Aber auch Themen wie Verkehrsinfrastruktur oder Breitbandausbau werden immer wieder angesprochen", so Kraft. Das Wahlkreisbüro selbst ist unter der Woche vormittags mit Mitarbeitern der Grünen-Politikerin besetzt. Kraft selbst schaut immer wieder in den sitzungsfreien Wochen im Wahlkreis vorbei. Persönliche Sprechstunden mit ihr selbst werden auf ihrer Homepage angekündigt. "Ansonsten gab und gibt es in Pandemiezeiten natürlich sehr viele Anfragen auf telefonischem Wege oder per E-Mail", berichtet Kraft.

Energie sichern: Jeder muss Beitrag leisten

Klar, dass im Rahmen der Büroeröffnung am Samstag auch die Äußerungen von Krafts grünem Parteikollegen und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck Thema waren. Sparen, sparen, sparen lautete dessen Botschaft am Wochenende. Und das gilt nicht nur beim Duschen im Privathaushalt, sondern auch beim Heizen im Büroturm. Frieren am Arbeitsplatz? Definitiv nicht mehr ausgeschlossen. "Das, was Robert Habeck gerade macht, ist kommunikativ wichtig und richtig. Denn er ruft uns ins Bewusstsein, was kommen kann. Jetzt gerade, bei knapp 30 Grad draußen, denkt niemand an Herbst und Winter. Aber wir sind schon jetzt alle gefordert, unseren Beitrag zur Energiesicherung zu leisten – ohne, dass man die Industrie gegen Privathaushalte ausspielt", sagt die heimische Bundestagsabgeordnete. Oberstes Prinzip müsse es sein, soziale Härten abzufedern. Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, so Kraft. Für sie sei aber klar: "Wir werden alle ärmer werden." 

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Spaltung der Gesellschaft verhindern

Auf Verzicht müsse sich jeder einstellen – so schwer und unpopulär das auch sein mag. "Denn dass es einen Mangel gibt, dass nicht immer alles lieferbar ist, das sind wir alle nicht gewohnt. Das war über Jahrzehnte anders, aber die Umstände haben sich eben auch geändert", erläutert die Grünen-Abgeordnete in ihrem Siegener Büro. Aufgabe der Politik sei es, eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Und gleichzeitig die große Welle der Solidarität, auch und gerade gegenüber der Ukraine, aufrecht zu erhalten. "Das darf nicht abnehmen, auch wenn wir selbst unter den Folgen des Krieges leiden müssen." Selbst wenn der Krieg, der ihrer Meinung nach noch viele Monate andauern werde, heute oder morgen vorbei wäre, würde das an der aktuellen Situation nichts ändern. "Große Teile der Ukraine liegen in Trümmern. Der Wiederaufbau wird dauern. Und auch dann wird dieses Land unsere Hilfe und Solidarität brauchen", so Kraft abschließend.

SZ

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