Harter Lockdown hat geringe Auswirkungen

Arbeitsmarkt bleibt stabil

Im aktuellen Jahreswechsel von Dezember auf Januar stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 5,3 Prozent. In den sieben Jahren zuvor lagen die Veränderungen von Dezember auf Januar durchschnittlich bei 6,5 Prozent.

Im aktuellen Jahreswechsel von Dezember auf Januar stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 5,3 Prozent. In den sieben Jahren zuvor lagen die Veränderungen von Dezember auf Januar durchschnittlich bei 6,5 Prozent.

sz Siegen/Olpe. Die Zahl der Arbeitslosen ist in den beiden Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe wie erwartet zum Beginn des neuen Jahres gestiegen. „Das ist eine saisonale Entwicklung, der Anstieg ist größtenteils auf endende Arbeitsverträge, den Kündigungstermin zum Jahresende sowie auf das Ausbildungsende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen zurückzuführen“, erklärt Daniela Tomczak, Chefin der Agentur für Arbeit Siegen, diese Entwicklung.

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Der Lichtblick dabei: Im aktuellen Jahreswechsel von Dezember auf Januar stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 5,3 Prozent. In den sieben Jahren zuvor lagen die Veränderungen von Dezember auf Januar durchschnittlich bei 6,5 Prozent. Tomczak hierzu: „Der Arbeitsmarkt reagiert also weiterhin recht robust und gleicht saisonale Effekte in geringem Maße sogar aus!“

Der harte Lockdown habe somit in unserer Region verhältnismäßig geringe Auswirkungen am Arbeitsmarkt gezeigt. Das liegt auch daran, dass die Unternehmen weiterhin verstärkt das Instrument der Kurzarbeit nutzen: Im gesamten Agenturbezirk wurden für den vergangenen Dezember 398 Anzeigen mit 5171 potenziell betroffenen Personen gestellt. Im November waren es noch 326 Anzeigen mit 2616 potenziell betroffenen Personen. Die aktuellsten Hochrechnungen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit liegen für den Monat September vor. In diesem Monat haben im Agenturbezirk insgesamt 1277 Betriebe Kurzarbeit umgesetzt, das sind 115 weniger als im Vormonat. Die Anzahl der Beschäftigten, die sich in Kurzarbeit befanden, ist um 2933 Personen gesunken und lag bei 16 127.

Der Arbeitsmarkt in den beiden Kreisen im Überblick:

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Die Zahl der Arbeitslosen liegt im Januar bei 12 836 Personen. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 647 Personen oder eben besagte 5,3 Prozent mehr. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 2202 Personen bzw. 20,7 Prozent.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt 5,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,5 Prozent (plus 0,9 Prozentpunkte).

Jugendarbeitslosigkeit: 1327 Arbeitslose sind in diesem Monat jünger als 25 Jahre. Im Vormonat waren dies noch 85 und im gleichen Monat des Vorjahres 214 weniger arbeitslose junge Menschen (plus 6,8 Prozent zum vorherigen Monat bzw. plus 19,2 Prozent im Vorjahresvergleich).

Ältere Arbeitslose: Die Anzahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat gestiegen (plus 232 Personen oder plus 5,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind es 803 Arbeitslose mehr (21,9 Prozent). Insgesamt sind derzeit 4474 Menschen ab 50 Jahre von Arbeitslosigkeit betroffen.

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