Industrie setzt 1,4 Milliarden Euro weniger um

Maschinenbau und Metallverarbeitung sind die Verlierer

Die Industrie setzt 1,4 Milliarden Euro weniger um. Maschinenbau und Metallverarbeitung die Verlierer

Die Industrie setzt 1,4 Milliarden Euro weniger um. Maschinenbau und Metallverarbeitung die Verlierer

sz/tile Düsseldorf/Siegen. Die heimischen Industriebetriebe haben aufgrund der Corona-Krise einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Das geht aus der Jahresstatistik 2020 von IT NRW hervor. Demnach sank der Umsatz im Kreis Siegen-Wittgenstein von gut 10 Milliarden auf rund 9,2 Milliarden Euro (-8,2 Prozent) und im Kreis Olpe von 6,7 Milliarden auf 6,1 Milliarden Euro (-9 Prozent). Insgesamt ein Rückgang von 1,4 Milliarden Euro. Eine Trendwende zeichnet sich nicht ab. Zwar sei das Jahr 2021 noch jung, aber nach einer ersten Einschätzung der IHK Siegen lagen die Umsätze zu Jahresbeginn noch einmal unter den verringerten Werten aus dem Vorjahr. Die Zahlen seien aber noch nicht komplett ausgewertet, sagt Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener.

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Auch Autoindustrie wird ausgebremst

Insbesondere der Maschinenbau und die metallverarbeitende Industrie, beides Wirtschaftszweige, die die hiesige Region prägen, sind Sorgenkinder. Allein in diesen Branchen wurden NRW-weit rund 105 Milliarden Euro weniger umgesetzt. Darüber hinaus wurde die Autoindustrie ausgebremst, Hersteller und Produzenten von Kraftwagenteile fuhren ein Umsatzminus von etwa 27 Milliarden Euro ein. Gerade Autozulieferer gibt es im Kammerbezirk der IHK Siegen einige. Ein Großteil des Einbruchs im Vorjahr machte sich im Exportgeschäft bemerkbar. Für Siegen-Wittgenstein macht es annähernd die Hälfte des Umsatzes aus. 2019 wurden noch 4,8 Milliarden Euro umgesetzt. Im Corona-Jahr waren es ca. 600 Millionen Euro weniger (-12,1 Prozent). In Olpe macht das Auslandsgeschäft immerhin ein Drittel des Gesamtumsatzes aus, 2,3 Milliarden Euro waren es vor der Pandemie, 2020 waren es 2 Milliarden Euro (-12,6 Prozent).

Region im Landesmittel

Obwohl Südwestfalen zu den drei stärksten Industrieregionen in Deutschland gehört, liegen die Einbußen der heimischen Kreise nicht bzw. kaum über dem Landesmittel: Im nordrhein-westfälischen Vergleich sank der Gesamtumsatz um 8,6 Prozent. Der überdurchschnittliche Verlust im Auslandsgeschäft – NRW-weit sind es -10,4 Prozent – spiegelt indes die Abhängigkeit der heimischen Wirtschaft von den internationalen Märkten wider. Mit 900 000 Millionen Euro fällt der Exportschaden trotzdem nicht so hoch aus, wie es die IHK Siegen mit 1,3 Milliarden Euro im vergangenen Herbst prognostiziert hatte. Auch die Zahl der Beschäftigten nahm in der Region entsprechend dem Landesschnitt ab (-2,7 Prozent). Bis zum Stichtag am 30. September waren es mit 37 106 in Siegerland und Wittgenstein 948 weniger als im Vorjahr (-2,5 Prozent), in Olpe lag die Zahl mit 26 191 um 705 unter dem Wert aus dem Jahr 2019 (-2,6 Prozent). Die Jahresstatistik basiert auf den Angaben der Industriebetriebe mit 20 oder mehr Mitarbeitern. In Siegen-Wittgenstein wurden 326, in Olpe 240 Unternehmen berücksichtigt. Insgesamt erwirtschafteten 10 559 nordrhein-westfälische Betriebe (68 mehr als 2019) rund 321,7 Milliarden Euro – das sind 30,2 Milliarden Euro weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Beschäftigten fiel landesweit um 34 165 Mitarbeiter auf rund 1,23 Millionen. Nahezu jeder sechste Beschäftigte in der Industrie war im Maschinenbau tätig.

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