Kommunikation zum Thema Corona notwendig

Diskurs geprägt von Unsicherheit

Die Unsicherheit ist vielerorts groß: Auch nach der flächendeckenden Versorgung mit Schutzmasken fehlen noch materielle Ressourcen, also etwa Medikamente und Impfstoffe.

Die Unsicherheit ist vielerorts groß: Auch nach der flächendeckenden Versorgung mit Schutzmasken fehlen noch materielle Ressourcen, also etwa Medikamente und Impfstoffe.

sz Siegen. Eigentlich lasse sich die momentane Informationslage einfach auf einen Nenner bringen: „Unsicherheit erzeugt widersprüchliche Informationen. Widersprüchliche Informationen erzeugen Unsicherheit“, so Prof. Dr. Gebhard Rusch, stellv. Direktor am Institut für Medienforschung der Universität Siegen, der sich unter anderem mit der politischen und journalistischen Kommunikation rund um die Corona-Krise beschäftigt.

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Von Anfang an Unsicherheit

Er beschreibt, dass die Informationslage von Beginn an auf allen Seiten, in der Wissenschaft ebenso wie in der Politik, bei Experten ebenso wie bei Bürgern, vor allem durch eines geprägt wurde: Unsicherheit. „Schon bis zu dem Zeitpunkt, als das SARS-CoV-2 Virus als Ursache für teils schwere Erkrankungen und Todesfälle von Menschen am 7. Januar 2020 im chinesischen Wuhan identifiziert worden ist, herrschte große Unsicherheit über die aufgetretenen Erkrankungen. Aber auch danach und bis heute ist die Kommunikation über das Virus, über die von ihm verursachte Erkrankung (COVID 19), vor allem aber über die Strategien, Maßnahmen und Mittel des Umgangs mit dieser Gefahr im Wesentlichen durch Unsicherheit gekennzeichnet“, so Rusch.

Wichtige Informationen fehlen

Klarerweise resultieren diese Unsicherheiten aus dem Fehlen essentieller Ressourcen, vor allem aus dem Fehlen von Wissen, zum Beispiel über die genaue Identität des Virus. Und auch nach der flächendeckenden Versorgung mit Schutzmasken fehlen noch materielle Ressourcen, also etwa Medikamente und Impfstoffe. „Unter solchen Bedingungen erscheinen Informationen, Empfehlungen, letztlich auch Anweisungen und Entscheidungen von Experten und Verantwortungsträgern in Wissenschaft und Politik nötiger denn je“, so der Medienwissenschaftler. „Entsprechend hoch sei auch der öffentliche Bedarf für Berichterstattung, Erläuterung und Vermittlung solcher Informationen. „Fatalerweise ist die Kommunikation gerade unter diesen Bedingungen ganz besonders problematisch.“

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