Kostenlose Online-Kurse für Abiturienten

Examio öffnet virtuelle Türen

Solange die Schulen dicht sind, kann quasi nur online gepaukt werden. Das Siegener Unternehmen Examio stellt in der Corona-Krise entsprechende Angebote für Abiturienten kostenlos zur Verfügung.

Solange die Schulen dicht sind, kann quasi nur online gepaukt werden. Das Siegener Unternehmen Examio stellt in der Corona-Krise entsprechende Angebote für Abiturienten kostenlos zur Verfügung.

cs Siegen. In der Realität bleiben die Schulen geschlossen, ob und inwieweit nach den Osterferien ein Hauch von Normalität in den Einrichtungen einkehren wird, ist derzeit völlig offen. Zumindest virtuell öffnen sich durch die Corona-Krise aber neue Türen für Lehrer und Schülerschaft. Das junge Siegener Unternehmen Examio, vor einigen Jahren von Sven Hoberock und Julius Dücker aus der Taufe gehoben, unterstützt ab sofort die Abitur-Vorbereitung mit kostenlosen Zugängen zur Plattform abiweb.de. „Gerade Schüler können sich vielleicht noch nicht selbst so organisieren wie ein Student“, meint Julius Dücker im SZ-Gespräch – aus Solidarität habe man sich kurzerhand dazu entschlossen, die Zugänge freizugeben.

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Examio stampft breites Spektrum aus dem Boden

Zumal natürlich auch gängige Nachhilfeeinrichtungen im Zuge des grassierenden Coronavirus ihre Pforten schließen mussten. „Das ist eine deutschlandweit einzigartige Aktion“, stellt Julius Dücker heraus. Das Drastische sei, dass die Schüler faktisch keine Möglichkeit hätten, zu lernen – außer eben online. Zwar hat Examio die Infrastruktur natürlich griffbereit, innerhalb kurzer Zeit ein breites Spektrum aus dem Boden zu stampfen, stellte aber auch die erfolgreichen Jungunternehmer vor große Herausforderungen. Vor allem in Kreisen der Siegener Lehramtsstudenten galt es, Dozenten für den Online-Dienst zu rekrutieren.

Ein Angebot genau zur rechten Zeit

Angehenden Abiturienten wird nun eine Kombi aus Online-Kursen in bislang acht verschiedenen Fächern geboten – mit Lernvideos und Tausenden interaktiven Fragen. Hinzu kommen Live-Webinare als Begleitung, die überwiegend von besagten Studenten gestaltet werden. Zunächst bekommen ausschließlich Lehrer die Zugänge, die damit dann ihre Schüler einladen können. „So kann man das Ganze zentral nachhalten, wir wollen der didaktischen Hoheit der Lehrkräfte nicht vorgreifen“, erklärt Dücker. Das Angebot kommt offenbar genau zur rechten Zeit: Rund 60 Schulen hätten bereits die entsprechende Anfrage gestellt, sogar international habe das Angebot aus dem Siegerland Aufmerksamkeit erregt, etwa bei Schulen in der Schweiz. „Kurzfristig mussten wir angesichts der Nachfrage die Serverkapazitäten erhöhen“, sagt Dücker.

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