Laut Paul-Ehrlich-Institut kein neues Risikosignal

Keine Bedenken gegen AstraZeneca-Impfstoff

Die Behörden haben keine besonderen Bedenken gegen den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca.

Die Behörden haben keine besonderen Bedenken gegen den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca.

sz Siegen. Negative Erfahrungen von Geimpften zum Trotz haben die Behörden keine besonderen Bedenken gegen den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca. „Das Nutzen-Risiko-Profil wird für alle drei Impfstoffe als weiterhin positiv bewertet“, berichtet das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen. Sowohl eigene Analysen als auch internationale Daten „weisen nicht auf ein neues Risikosignal hin“, heißt es im aktuellen Sicherheitsbericht zu Covid-19-Impfstoffen.

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In den vergangenen Tagen hatten sich Beschwerden von Geimpften über starke Reaktionen, Krankschreibungen und geplatzte AstraZeneca-Impftermine gehäuft. Bis 12. Februar sind dem Paul-Ehrlich-Institut 20 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen direkt gemeldet worden. Man habe Berichte aus Kliniken und Pflegeeinrichtungen bekommen, „in denen über vermehrte Krankmeldungen des geimpften Personals berichtet wird“, heißt es aus Langen.

Normale Immunantwort des Körpers

Bei den gemeldeten Reaktionen handele es um „bekannte und in der Fachinformation aufgeführte systemische, vorübergehende unerwünschte Reaktionen“, sagt das Institut: Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl als grippeähnliche Beschwerden. Es handele sich in der Regel um „die normale Immunantwort des Körpers auf die Impfung“. Aus den klinischen Prüfungen sei bekannt, dass ältere Personen weniger stark reagierten als jüngere.

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Bis 12. Februar wurden in Deutschland 3,8 Millionen Impfungen mit Biontech/Pfizer, knapp 87 000 Impfungen mit Moderna und gut 31 000 Impfungen mit AstraZeneca durchgeführt. Von den 7690 gemeldeten Verdachtsfällen entfielen 7277 auf Biontech/Pfizer, 258 auf Moderna und 20 auf Astrazeneca, in 135 Fällen wurde der Impfstoff nicht genannt. Insgesamt 1178 Fälle wurden als schwerwiegend eingestuft.

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