Öffnung des öffentlichen Lebens

Siegen-Wittgenstein will Corona-Modellregion werden

Der Kreis Siegen-Wittgenstein will offiziell Corona-Modellregion werden und bewirbt sich dafür in Düsseldorf.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein will offiziell Corona-Modellregion werden und bewirbt sich dafür in Düsseldorf.

sz Siegen/Bad Berleburg. Das ist ein echter Hammer - und dürfte den Siegen-Wittgensteinern Hoffnung auf ein Leben "nach" oder zumindest "mit" Corona geben. In einem Schreiben an Ministerpräsident Armin Laschet bittet Landrat Andreas Müller gemeinsam mit Siegens Bürgermeister Steffen Mues offiziell darum, den heimischen Kreis  zu einer "Modellregion für die Öffnung des öffentlichen Lebens unter den Bedingungen der Corona-Pandemie mit Schnelltest- und digitalem Nachverfolgungskonzept zu machen". Wie berichtet, hatte Armin Laschet jüngst im NRW-Landtag angekündigt, in etwa einem halben Dutzend Modellregionen Öffnungen Corona-bedingter Einschränkungen mit strengen Schutzmaßnahmen und Testkonzepten zu erproben. Die Landesregierung werde befristeten Projekte "schnell nach Ostern möglich machen", sagte der CDU-Bundesvorsitzende. Dann könne etwa erprobt werden, mit negativem Corona-Test wieder Kinos, Sport- oder Kulturveranstaltungen zu besuchen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Einzelhandel und Gastronomie nach Ostern öffnen

Wörtlich heißt es in dem von Andreas Müller an Armin Laschet: "Sobald es die örtliche Sieben-Tage-Inzidenz verantwortungsvoll zulässt, im besten Falle direkt nach Ostern, halten wir es für dringend geboten, z.B. Einzelhandel und Gastronomie für Personen mit einem aktuellen negativen Schnelltest wieder zu öffnen — natürlich mit Abstands- und Hygieneregeln und ggf. weiteren moderaten Auflagen, die aber ein Wiederaufleben des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens ermöglichen. Unter diesen Bedingungen müssen auch kleinere Veranstaltungen wieder möglich sein. Unser Kreisgesundheitsamt ist jederzeit in der Lage, die Luca-App einzubinden, die wir zur digitalen Kontaktverfolgung nutzen möchten. Wobei ich schon seit geraumer Zeit für eine landesweit einheitliche Kontaktnachverfolgungsapp werbe, wozu es bisher aber noch nicht gekommen ist."

"Gerichte werden Einschnitte nicht mehr lange mittragen"

"In der aktuellen Situation waren die in unserer Allgemeinverfügung getroffenen Maßnahmen zwingend geboten, vor allem um kurzfristig einen ,Wellenbrecher'-Effekt zu erzielen und den ungebremsten Anstieg der Infektionszahlen abzubremsen", schreibt Landrat Andreas Müller weiter. Allerdings sei er der Überzeugung, dass "wir jetzt unbedingt in eine neue Phase im Umgang mit der Pandemie eintreten müssen. Die gravierenden Eingriffe in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger sind nur so lange zu rechtfertigen, wie es keine Alternativen gibt. Doch die gibt es jetzt: durch Schnelltests und eine digitale Kontaktnachverfolgung. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass Gerichte die harten Einschnitte nicht mehr lange mittragen werden."

Mehr aus Siegen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken