Quartett mit heimischen Motiven kreiert

Jeder Jägerstuhl ist anders

Das Siegerländer „Jägerstuhl-Quartett“ ist eine ungewöhnliche Geschenkidee für jeden, der sich mit der Region verbunden fühlt.

Das Siegerländer „Jägerstuhl-Quartett“ ist eine ungewöhnliche Geschenkidee für jeden, der sich mit der Region verbunden fühlt.

sz/gro Siegen.  Das Spiel neigt sich dem Ende zu. Jeder hat nur noch eine Karte auf der Hand. Mit Blick auf mein letztes Motiv muss ich mit Bedauern feststellen, dass der Jägerstuhl zur Kategorie „Schräge Typen“ gehört und auf den ersten Blick nicht sonderlich wertig aussieht. Doch siehe da – der Hochsitz, welcher auf den Namen „Frieder“ hört, hat doch mehr zu bieten als gedacht. Dank dem Wert „künstlerischer Ausdruck“ kann ich das Spiel überraschender Weise doch gewinnen. Jede Menge Spielspaß und ein Stück Heimat sollen die vielen verschiedenen Fotos von Hochsitzen aus der ganzen Region vermitteln. Der Grafiker Peter Büdenbender entwickelte ein Quartettspiel aus den zuvor über Jahren gesammelten Fotos der regionalen Jägerstühle.

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Von Schlichtheit "tief beeindruckt"

Der gebürtige Netphener ist gerne in den Siegerländer Wäldern unterwegs und suchte dabei in der Vergangenheit immer nach interessanten Fotomotiven: „Irgendwann fiel mein Blick auf einen Hochsitz, der auf einfachste und materialsparendste Weise errichtet war. Tief beeindruckt von der Schlichtheit dieses Zweckbaus wurde meine Wahrnehmung für die Jägerstühle geschärft“, erzählte Büdenbender der SZ. So wuchs seine Sammlung auf mehrere Hundert Fotos an. Auf die Frage, wie man denn auf die Idee kommt, aus den Motiven ein Quartett zu kreieren, antwortete er: „Ich habe als Kind immer mit Quartetts gespielt und finde es noch heute lustig. Zudem bekam ich aufgrund meines Berufs den Auftrag, ein Quartett zu gestalten. Dann kam mir die Idee, dass ich aus meinen gesammelten Fotos auf jeden Fall auch eines machen sollte.“

Lokaler Bezug von großer  Bedeutung

Damit die tollen Heimataufnahmen zu einem Kartenspiel werden konnten, musste sich Peter Büdenbender acht Kategorien überlegen, die je vier passende Motive beinhalteten. „Der schwierigste Part war der, originelle, aber auch zählbare Werte festzulegen, damit auch der unbrauchbare, schiefe einen neu gebauten Hochsitz schlagen kann“, erinnerte sich Büdenbender. So punkten die einzelnen Karten beispielsweise mit der „Anzahl der Stufen“ oder dem „künstlerischen Ausdruck“. Jedes einzelne Modell musste zudem benannt werden. Und wie sollte es anders sein, bekamen die Jägerstühle einen altdeutschen männlichen Vornamen. „Mir fiel nach einer Zeit auf, dass es zwar einen Ansitz mit dem Namen Frieder gab, aber keinen, der Henner hieß. Dies musste ich bei der zweiten Auflage sofort ändern“, erklärte der Grafiker. Der lokale Bezug des Quartettspiels ist von großer Bedeutung für den gebürtigen Netphener. Die Hochsitze stehen ohne Ausnahme alle in unseren heimischen Wäldern, sodass Peter Büdenbender immer wieder Fotos von Spaziergängern zugeschickt bekommt, die die Bauwerke wiedererkannt haben.

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