Rund 2000 Beobachter (Video und Galerie)

Talbrücke Eisern Nord erfolgreich gesprengt

Die Talbrück liegt in Trümmern. Die Fahrbahn Richtung Dortmund liegt nun in gewaltigen Bruchstücken im Eiserntal zerstreut.

Die Talbrück liegt in Trümmern. Die Fahrbahn Richtung Dortmund liegt nun in gewaltigen Bruchstücken im Eiserntal zerstreut.

tile Eisern. Nicht nur der Verkehr auf der A45, auch die Corona-Regeln wurden während der Sprengung der Talbrücke Eisern Nord (Fahrtrichtung Dortmund) zeitweise ausgesetzt. Hunderte Schaulustige, darunter auch einige Familien mit kleinen Kindern, pilgerten über die Leimbachstraße und die Wolfsbach auf den Hang oberhalb des Bauwerks. Viele Beobachter scherten sich nicht um den Mindestabstand von 1,50 Metern. Karl-Josef Fischer, Sprecher von Straßen NRW, und die Polizei vor Ort schätzten die Zahl der Zuschauer auf 1500 bis 2000. Man hätte den Andrang gar nicht verhindern können, hieß es unisono. Mitarbeiter des Ordnungsamtes beobachteten das Geschehen mit kritischem Blick, wollten sich zu der großen Menschenansammlung, in der nur vereinzelt Mund-Nasen-Bedeckungen zu sehen waren, nicht weiter äußern.

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Sprengung der Talbrücke Eisern verlief wie geplant

Die Sprengung der 1966 gebauten Brücke verlief wie geplant. Punkt 11 Uhr wurden die auf 512 Ladungen verteilten 61,5 Kilogramm Sprengstoff gezündet. Eine Sekunde nach den Blitzfeuern der Explosionen erschallte über dem Tal ein lauter Knall wie Donnerhall. Spontan brandete Applaus aus der Menge auf, vereinzelte „Super“-Rufe waren zu hören. Als das 12 300 Tonnen schwere Bauwerk etwa zehn Herzschläge später aufschlug, stob eine große Staubwolke auf, die sich erst Minuten später verflüchtigte und den Blick auf die wie Dominosteine verteilten Trümmer freigab„Die Brücke hat sich genau wie wir wollten nach Norden auf die Seite gelegt und landete auf dem aufgeschichteten Fallbett“, zog Sprengmeister Michael Schneider ein positives Fazit.

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Ab etwa 15 Uhr rollte der Verkehr auf der A45 wieder

Das Schwesterbauwerk wurde demnach nicht beschädigt. Bis 13 Uhr sollten alle Kontrollen durchgeführt sein, um die Südbrücke (Fahrtrichtung Gießen) nach der Vollsperrung des A-45-Teilabschnitts aufzuheben. Zahlreiche Messwerte am noch stehenden Bauwerk wurden ausgewertet, Experten führten zudem Sichtprüfungen durch. Freigegeben wurde der Autobahnverkehr schließlich gegen 15 Uhr. In beiden Fahrtrichtungen bildeten sich Staus bis zu 3 Kilometern Länge. Auch in der Siegener Innenstadt war wegen der Umleitung kaum ein Durchkommen. Über die Wolfsbach rollten bereits 30 Minuten nach der Sprengung wieder die Autokolonnen in beide Richtungen, während die Menschen zurück an ihre am Straßenrand geparkten Autos schlenderten.

Aufräumarbeiten in Eisern dauern rund zwei Monate

Die Aufräumarbeiten beginnen am Montag. Zwei Monate sind dafür angesetzt. Die Talbrücke Eisern Nord ist das erste Brückenbauwerk auf Siegener Stadtgebiet, das im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der Sauerlandlinie und der Erneuerung der Talbrücken gesprengt wurde. Die Kosten allein für dieses Teilprojekt: 44 Millionen Euro. Bis 2024 soll der Neubau das Eiserntal überspannen. Die neuen Talbrücken Rinsdorf und Rälsbach sollen im selben Jahr freigegeben werden.

Im Folgenden finden Sie unsere ständig aktualisierte Berichterstattung im Laufe des Sonntag.

+++ Update 15.30 Uhr +++Inzwischen rollt der Verkehr auf der A45 wieder.

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+++ Update 13.50 Uhr +++Bis etwa 13 Uhr sollten eigentlich alle Kontrollen durchgeführt sein, um den Verkehr auf der Autobahn 45 wieder freizugeben. Die Prüfung der Südbrücke dauert zurzeit jedoch noch an. Die Wolfsbach war bereits 30 Minuten nach der Sprengung für den Verkehr wieder freigegeben worden. Wegen der Umleitung zwischen Wilnsdorf und Siegen-Süd über die Eremitage kommt es im Siegener Innenstadtbereich, insbesondere auf der Frankfurter Straße, aktuell zu längeren Staus. Derzeit staut sich der Verkehr auf der A45 auf einer Länge von drei Kilometern in beide Richtungen.

+++ Erstmeldung +++tile Eisern. Die A-45-Talbrücke Eisern Nord ist Geschichte - zumindest in Teilen. Um 11 Uhr am Sonntagmorgen erfolgte die Sprengung des 327 Meter langen Bauwerks (Fahrtrichtung Dortmund). Planmäßig kippte der Koloss nach Nordwesten zum Homberg hin ins Tal. Sprengmeister Michael Schneider äußerte sich der SZ gegenüber erleichtert und zufrieden.

1500 bis 2000 Schaulustige verfolgen Sprengung der Talbrücke Eisern Nord

Zahlreiche Menschen - Polizei und Straßen NRW schätzen, dass etwa 1500 bis 2000 Zuschauer vor Ort waren - pilgerten am Sonntagmorgen die Leimbachstraße Richtung Eisernhardt und dann die Wolfsbach hinunter, um die Sprengung der Brücke zu verfolgen. Viele Familien mit kleinen Kindern ließen sich das Spektakel nicht entgehen, auch Hobbyfotografen hatten sich neben Familienvätern mit deren Handys positioniert. Zahlreiche Drohnen hingen summend in der Luft für die besten Perspektiven und Bilder. Auf die Einhaltung der Corona-Abstandsregelungen achteten die Ordnungskräfte nicht, durchaus dicht an dicht gedrängt verfolgten die Schaulustigen das Geschehen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes wollten sich zu der Situation nicht äußern, Polizei und Straßen NRW erklärten unisono, dass man den Andrang nicht hätte verhindern können.

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Um 10.45 Uhr ertönte das erste Warnsignal - die Spannung stieg. Um 10.58 Uhr schließlich folgte der zweite Warnton, ehe Sprengmeister Michael Schneider die 61,5 Kilo Sprengstoff zündete. Etwa eine Sekunde vor dem großen Knall war das "Blitzen" der Sprengladungen zu erkennen. "Super!", rief die applaudierende Zuschauermenge. Noch fünf Minuten nach der Detonation liegt Rauch über dem Tal.

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Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert, eine ausführliche Berichterstattung folgt.

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