Schwere Vorwürfe

Jagd auf Radfahrer: Rowdy bald vor dem Schöffengericht

Im November vergangenen Jahres beschimpfte ein SUV-Fahrer zwei Rennradfahrer auf der Straße. Der Streit eskalierte. Nun muss sich der Rowdy vor Gericht verantworten.

Im November vergangenen Jahres beschimpfte ein SUV-Fahrer zwei Rennradfahrer auf der Straße. Der Streit eskalierte. Nun muss sich der Rowdy vor Gericht verantworten.

sz Bad Berleburg/Grissenbach. Der Rowdy, der an Allerheiligen vergangenen Jahres bei Grissenbach zwei Radfahrer bedroht und dabei einen von der Straße gedrängt, ihn mit seinem Geländewagen verfolgt und ihn schließlich zum Anhalten genötigt hatte, muss sich am 1. April vor dem Schöffengericht in Bad Berleburg verantworten. Das teilt das Landgericht Siegen mit. Die Vorwürfe gegen den 56-Jährigen: Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr in drei Fällen in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung und Nötigung.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

In der Pressemitteilung blickt das Landgericht auf die Tat zurück, die bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte.

Das Schreiben im Wortlaut: "Der Angeklagte soll demnach die Landstraße L719 befahren und beim Überholen zweier vor ihm fahrender Radfahrer nicht den erforderlichen Seitenabstand eingehalten haben. Als einer der Radfahrer laut Staatsanwaltschaft daraufhin eine abfällige Handbewegung tätigte, soll der Angeklagte sein Fahrzeug ca. 100 bis 200 Meter weiter angehalten haben und ausgestiegen sein, um die Radfahrer zum  Anhalten zu bewegen. Als diese zum Überholen des Pkw ansetzten, soll der Angeklagte mit der Faust in Richtung des Kopfes eines der Radfahrer geschlagen haben, ihn aber nicht getroffen haben. Dabei soll dem Angeklagten bewusst gewesen sein, dass die Radfahrer stürzen und sich so erhebliche Verletzungen zuziehen könnten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Anschließend soll der Angeklagte seine Fahrt fortgesetzt und die Fahrradfahrer überholt haben, unmittelbar vor ihnen eingeschert sein und sodann eine Vollbremsung durchgeführt haben, wobei dem Angeklagten bewusst gewesen sein soll, dass die Radfahrer stürzen bzw. auf seinen Pkw auffahren könnten. Einer der beiden Radfahrer konnte laut Anklage durch Abbremsen eine Kollision verhindern, der andere soll dem Angeklagten ausgewichen und weitergefahren sein. Daraufhin soll der Angeklagte seine Fahrt weiter fortgesetzt und diesen Radfahrer erneut ohne Einhaltung des Mindestabstandes überholt haben, vor ihm eingeschert sein und sein Fahrzeug zum Stehen gebracht haben. Dem Angeklagten soll es darauf angekommen sein, den Radfahrer zu Fall zu bringen. Laut Anklage konnte der Radfahrer durch Ausweichen in den Straßengraben eine Kollision verhindern. Überdies wird dem Angeklagten mit gesonderter Anklage vorgeworfen, am 04.06.2021 zwei Frauen beleidigt sowie eine dieser Frauen bedroht zu haben (Az. 8 Ls 12/22). Für den Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung."

Mehr aus Siegen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken