Siegerland und Wittgenstein mit vergleichsweise niedrigen Minus-Werten

Tourismus massiv eingebrochen

Auch im Landhotel Doerr haben in dem vergangenen Corona-Jahr deutlich weniger Touristen eingecheckt als in den Vorjahren.

Auch im Landhotel Doerr haben in dem vergangenen Corona-Jahr deutlich weniger Touristen eingecheckt als in den Vorjahren.

ihm Siegen/Bad Berleburg. Wenn Statistiker ihre Datenschatullen öffnen, ist das manchmal wie eine Wundertüte. Es gibt Zahlen, die man erwartet, aber auch solche, die man kaum für möglich hält. Die Tourismusbilanz von IT NRW für das Jahr 2020 hat beides im Angebot.

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Zunächst die erwarteten Daten: Der Tourismus und die Zahl der Geschäftsreisen in NRW sind massiv eingebrochen. Es haben so wenig Gäste in den heimischen Hotels und Gasthöfen (gewertet werden nur diejenigen mit mehr als zehn Betten) übernachtet wie zuletzt vor mehr als 30 Jahren. NRW-weit lag das Minus bei 46,5 Prozent. Siegerland-Wittgenstein kam mit 38 Prozent etwas besser davon. Im Sauerland lag das Minus mit 32,8 Prozent auf dem niedrigsten Niveau von NRW.

125 000 Gäste in den Kreis Siegen-Wittgenstein

Gleichzeitig fördert die Statistik erstaunliche Zahlen zutage. Trotz des monatelangen Lockdowns, des Beherbergungsverbots und der allgemeinen Reisezurückhaltung kamen im vergangenen Jahr immer noch 125 000 Gäste in den Kreis Siegen-Wittgenstein. Darunter waren sogar 20 000 Besucher aus dem Ausland. Eine halbe Million Übernachtungen registrierten die Hoteliers – kaum zu glauben nach diesem urlaubsabstinenten Jahr. Die Gäste blieben im Schnitt rund vier Tage, das ist ein Tag länger als im Durchschnitt 2019.

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Noch überraschender klingen die Zahlen des gesamten Landes: 11 Millionen Gäste haben fast 30 Millionen Nächte in nordrhein-westfälischen Hotelbetten verbracht – trotz Corona.

Geringeres Minus wegen Reha-Einrichtungen

Blickt man in die einzelnen Städte und Gemeinden des heimischen Kreises, dann fallen Bad Berleburg und Hilchenbach mit vergleichsweise niedrigen Minuswerten auf – das liegt an den Reha-Einrichtungen, deren Betrieb auch während des Lockdowns weiterlief. Bad Berleburg kam immerhin noch auf 200 000 Übernachtungen (minus 28 Prozent), Hilchenbach auf 80 000 (minus 22 Prozent). An der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer kann man die hohe Reha-Quote ablesen: In Bad Berleburg blieben die Besucher im Schnitt zwölf Tage, in Hilchenbach neun Tage.

Den größten Einbruch bei Gästezahlen und Übernachtungen gab es übrigens in Wilnsdorf: rund 60 Prozent. Die Großstadt Siegen begrüßte über 50 Prozent weniger Besucher als 2019.

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