SZ-Umfrage

#WirBleibenZuhause: Bringt das was?

Sind die beiden zusätzlichen "Ruhetage" wirklich zielführend, um die dritte Welle des Coronavirus zu durchbrechen?

Sind die beiden zusätzlichen "Ruhetage" wirklich zielführend, um die dritte Welle des Coronavirus zu durchbrechen?

ap/sk Siegen. Der harte Lockdown über die Osterfeiertage ist beschlossene Sache. Wurde genau vor einem Jahr noch über mögliche Sonntagsöffnungen diskutiert, soll dieses Jahr – neben dem privaten – auch das öffentliche und wirtschaftliche Leben weitgehend auf Null gestellt werden. Im Klartext: Gründonnerstag bleiben alle Läden geschlossen, an Karsamstag dürfen nur Lebensmittelgeschäfte öffnen. Eine Frage bleibt: Sind die beiden zusätzlichen „Ruhetage“ wirklich zielführend, um die dritte Welle zu brechen? Genau das wollte die SZ von ihren Instagram-Followern und den Passanten in der Siegener Innenstadt wissen.

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Geteilte Meinungen hinsichtlich des Oster-Lockdowns

Geteilte Meinungen gibt es dabei nicht nur unter den Instagram-Usern: 56 Prozent halten den Osterlockdown für „absoluten Quatsch“, 46 Prozent sehen die Einschränkungen als richtigen Schritt in Richtung eines Pandemie-Endes. Auch auf der Straße gehen die Ansichten der Befragten auseinander. Während die einen den Lockdown über die Feiertage „zu spät“ und „zu schwach“ finden und als „reine Symbolpolitik“ deuten, sehen andere keine Alternative als die Schließung des stationären Handels.

Saskia Schneider (28) Netphen: Es tut mir leid für alle, die einen kleinen Hoffnungsschimmer hatten und existenziell am Limit sind. Auf der anderen Seite finde ich aber generell den Konsum vor Feiertagen fürchterlich. Durch Corona ist das jetzt zwar etwas anders, planungstechnisch aber gut möglich.

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Saskia Schneider (28) Netphen.

Saskia Schneider (28) Netphen.

Ann-Kristin Rystau (29) Eschenburg: Gerade für die kleineren Einzelhändler finde ich das schwierig, weil es um deren Existenzen geht. Ich glaube nicht, dass wir wirtschaftlich so weitermachen können. Man muss da andere Lösungen finden, zum Beispiel mehr impfen und übrige Dosen verteilen statt wegwerfen. Die Tage über Ostern sind egal – da muss man weitsichtiger sein.

Ann-Kristin Rystau (29) Eschenburg.

Ann-Kristin Rystau (29) Eschenburg.

Farouk Löschmann (62) Siegen: Ich weiß nicht, ob es die fünf Tage bringen werden. Am Mittwoch wird in den Geschäften die Hölle los sein, den Rest kann man sich denken. Außerdem glaube ich, dass die steigenden Werte u. a. auf die privaten Haushalte zurückzuführen sind, nicht auf den Handel.

Farouk Löschmann (62) Siegen.

Farouk Löschmann (62) Siegen.

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Lisa Friedhoff (32) Siegen: Aufgrund der aktuellen Zahlen finde ich die Verschärfung okay. Aber ich finde es trotzdem schade, weil ich den letzten Öffnungsschritt als sehr angenehm empfunden habe. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das der richtige Ansatz ist, die Läden zu schließen. Aber die sind wohl die Einzigen, die man kontrollieren kann.

Lisa Friedhoff (32) Siegen.

Lisa Friedhoff (32) Siegen.

Erwin Menk (68) Holzhausen: Die Regierung macht das schon ganz richtig, aber das Publikum hält sich einfach nie dran. Die Lockerungen vorher waren einfach viel zu kurz und viel zu wenig. Man hätte noch mehr machen müssen. Und jetzt das. Es war zu erwarten. Und nicht mal die Hausärzte dürfen richtig impfen jetzt – schwierig. Auch die Impfzentren arbeiten sehr schwerfällig. Das ewige Hin und Her. Wir haben uns vor der Welt blamiert.

Thielka Thiemann (60) Seelbach: Dass wir jetzt wieder zumachen, ist nicht schön, aber wohl notwendig. Ich habe schon damit gerechnet, ich bin nicht wirklich überrascht. Wir hätten nicht so voreilig aufmachen dürfen.

Nicolas Hartmann (18) Geisweid: Gerechtfertigt finde ich das nicht. Es hätte doch sicher noch andere Optionen gegeben. Und davon gehen die Zahlen auch nicht auf Dauer runter.

Myriam Gaumann (50) Siegen: Wir hätten erst gar nicht öffnen dürfen, um für Ostern noch eine Chance zu haben. Natürlich ist das so gekommen jetzt, es war ja zu erwarten. Aber da müssen wir jetzt durch. Der Blick ist seit Wochen nur auf dem Negativen, ich hätte wirklich gerne mal wieder positive Neuigkeiten in der Zeitung.

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Marius Schmidt (24) Wilnsdorf: Der Osterlockdown kommt zu spät und ist zusätzlich zu schwach. Fünf Tage Lockdown werden unsere hohen Inzidenzwerte nicht ausreichend reduzieren, und die Schließung von Lebensmittelmärkten wird zu einer Stürmung von Rewe & Co. führen, was die Aufenthalte verlängern und die Abstände im Laden selbst verringern wird. Der Osterlockdown ist reine Symbolpolitik und hat nichts mit rationalem Handeln nach Empfehlungen aus der Wissenschaft zu tun.

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