Treff-Arbeit durch Pandemie rapide verändert

Jugendliche digital "abholen"

Die städtische Kinder- und Jugendarbeit verlagert sich in den digitalen Raum, um die jungen Leute weiterhin zu erreichen.

Die städtische Kinder- und Jugendarbeit verlagert sich in den digitalen Raum, um die jungen Leute weiterhin zu erreichen.

sz Siegen. Ob geschützte digitale Räume zum Reden über aktuelle Sorgen und Nöte oder pandemiesicheres Treffen von Freunden per Video: Corona hat die Arbeit in der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Siegen in den vergangenen Monaten rapide verändert. Auch wenn aufgrund des Lockdowns aktuell keine Präsenzangebote stattfinden, sind die pädagogischen Fachkräfte der städtischen Kinder- und Jugendförderung mit den jungen Menschen gut vernetzt: „Mit digitalen Formaten wie Online-Kreativ-Workshops, Koch- und Sporttutorials auf Instagram oder virtuellen Treffen zum Spielen, Reden oder Lernen erreichen wir auch im Lockdown viele Kinder und Jugendliche“, sagt Yvonne Matzke, Leiterin der Arbeitsgruppe Kinder- und Jugendförderung bei der Stadt Siegen.

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Kontakt halten enorm wichtig

Die Mitarbeiter hätten viele Wege gefunden, um den Kontakt aufrecht zu erhalten und die Kinder und Jugendlichen weiterhin begleiten und unterstützen zu können. Ziel sei, die jungen Leute dort digital „abzuholen“, wo sie sich aufhalten, so Matzke. Denn den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen zu halten, sei enorm wichtig: „Sie rufen uns nicht nur an, wenn es Probleme beim Homeschooling gibt, immer öfter über unsere Mobilnummer. Wir unterstützen via ‚Jitsi‘-Software, Zoom oder (Video-)Anrufe und wählen nach Möglichkeit das Format, mit dem die Kinder sich auskennen“, sagt etwa Michael Steblein, Leiter des städtischen Kinder- und Jugendtreffs in Weidenau. „Auch und gerade im Lockdown sind wir für unsere Besucherinnen und Besucher wichtige Ansprechpartner“, ergänzt Karin Kühn, Leiterin des Kinder- und Jugendtreffs in Eiserfeld.

Entwicklung von Konzepten digitaler Jugendarbeit

Der Treff im Süden Siegens arbeitet federführend an der Entwicklung von Konzepten digitaler Jugendarbeit. Heiko Merten, stellvertretender Leiter, plant aktuell die Eröffnung eines virtuellen Jugendtreffs über Discord, einer digitalen Plattform für Computer, Tablet und Handy: „Wir müssen für Jugendliche attraktive Formate schaffen, virtuelle Räume, in denen sie sich wohlfühlen und treffen wollen. Digitale Angebote werden auch über den Lockdown hinaus ein wichtiger Bestandteil der künftigen Kinder- und Jugendarbeit bleiben.“

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Dennoch freuen sich alle Beteiligten darauf, wenn Präsenzangebote in den Kinder- und Jugendtreffs wieder möglich sind. Dass auch hier der Bedarf hoch ist, zeigte zuletzt die stark nachgefragte Aktion „Kulturrucksack to go“. Die mehr als 300 kostenlosen Kreativ-Tüten mit Überraschungs- und Kreativideen samt Anleitungen zum Abholen fanden begeisterte Abnehmer. Auf der Homepage der Stadt Siegen finden sich unter www.siegen.de/kinderundjugendtreffs die weiteren Kontaktdaten zu den städtischen Kinder- und Jugendtreffs.

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