Verwaltung: Stationäre Blitzer nicht zielführend

Ampel-Idee würde bis zu 500.000 Euro kosten

Es gibt im Siegener Stadtgebiet bereits „Alles-Rot/Sofort-Grün“-Ampeln – an drei Fußgängerüberwegen auf der Höllenwaldstraße in Niederschelden. Ganz gefahrlos ist diese Lösung allerdings auch nicht.

Es gibt im Siegener Stadtgebiet bereits „Alles-Rot/Sofort-Grün“-Ampeln – an drei Fußgängerüberwegen auf der Höllenwaldstraße in Niederschelden. Ganz gefahrlos ist diese Lösung allerdings auch nicht.

js Siegen. Bis zu 500.000 Euro müsste die Stadt Siegen in die Hand nehmen, wenn sie die Ampeln auf der Hauptverkehrsachse zwischen Geisweid und dem Kaisergarten für eine „Alles-Rot/Sofort-Grün“-Schaltung umrüsten würde. Diese Zahlen nannte die Verwaltung am Donnerstag dem Ausschuss für Ordnung und Sicherheit, der sich mit einem entsprechenden Antrag der Volt-Partei beschäftigte. Wie berichtet, hatte die Fraktion die Bekämpfung gefährlicher und lautstarker Raserei in den Abend- und Nachtstunden auf die Tagesordnung bringen lassen.

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Verwaltung setzt auf halbstationäre Blitzer

Stationäre Blitzer, wie ebenfalls von Volt vorgeschlagen, sieht das Ordnungsamt als „nicht zielführend“ an – da diese bei den Temposündern binnen kürzester Zeit bestens bekannt seien. Bei der Ampelschaltung wies die Verwaltung darauf hin, dass sie ohne „Ampelblitzer“ wenig Sinn machten. Denn nur so könnten Rotlichtverstöße auch dokumentiert und geahndet werden. Die Kosten für diese Zusatztechnik kann die Stadt nicht beziffern; sie geht aber von einer Summe in hohem fünfstelligen Euro-Bereich aus. Gegenwärtig setze die Verwaltung auf halbstationäre Blitzer, die an neuralgischen und wechselnden Standorten zu jeder Tages- und Nachtzeit aufgebaut würden.

Es gibt schon „Alles-Rot/Sofort-Grün“-Ampeln

Übrigens: Es gibt im Siegener Stadtgebiet bereits „Alles-Rot/Sofort-Grün“-Ampeln – und zwar an drei Fußgängerüberwegen auf der Höllenwaldstraße in Niederschelden. Darauf wies Eberhard Zimmerschied, ehemals Straßen NRW, die SZ hin. Diese wurden 1997 zur Schulwegsicherung installiert. Das Tempo der Fahrzeuge wird dort in der Tat gedrosselt – wer schneller als mit 30 km/h durch diesen Bereich fahren wollte, müsste Rotlichtverstöße begehen. Aus Sicht der Stadt habe sich das bewährt, heißt es aus dem Rathaus. Es gebe aber auch eine gewisse Gefahr der Gewöhnung: Wenn Autofahrer fälschlicherweise davon ausgingen, dass die Ampel auf grün umschalte – und querende Fußgänger missachtet würden.

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