Wieder Einschränkungen für Fahrgäste

GDL kündigt Fünf-Tage-Streik an

Die GDL kündigt einen weiteren Streik an.

Die GDL kündigt einen weiteren Streik an.

sz Siegen/Berlin. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am Montag ihr weiteres Vorgehen im Bahn-Tarifkonflikt bekannt geben. Nach zwei Streiks in den vergangenen Wochen kündigte die Gewerkschaft weitere Arbeitskämpfe an. Sie setzt sich für eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten ein. Dabei will die GDL auch im Konkurrenzkampf mit der zweiten Bahn-Gewerkschaft EVG punkten.

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„Wir habe kein Angebot bekommen, dass mit Zahlen, Daten, Fakten arbeitet”, sagte Weselsky. Deswegen sehe man sich gezwungen, weitere Arbeitskampfmaßnahmen durchzuführen. Ab 1. September um 17 Uhr werde der Güterverkehrverkehr bestreikt, am 2. September um 2 Uhr morgens folgten Infrastruktur und Personenverkehr. Der Streik ende am 7. September um 2 Uhr, kündigte Weselsky an.

Kein Ende im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn in Sicht

Der jüngste Streik war in der Nacht zu Mittwoch vergangener Woche zu Ende gegangen. Es ist keine Annäherung mit dem Management in Sicht. Zuletzt hatte Bahnchef Richard Lutz dem GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky am Wochenende im RND-Interview vorgeworfen, mit Falschbehauptungen die Belegschaft zu spalten.

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Hintergrund des Bahnstreiks ist auch das Tarifeinheitsgesetz. Es sieht vor, dass ein Betrieb nur ein Tarifvertrag gilt und dies im Zweifel der Vertrag der größten Gewerkschaft ist. Daher gilt der Tarifstreit der Bahn auch als Machtkampf zwischen den Gewerkschaften. Karl-Peter Naumann, Eherenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): „Das Tarifeinheitsgesetz ist ein schlechtes Gesetz.“ Er erklärte: „Um den Konflikt bei der Bahn zu entschärfen, muss es der Gesetzgeber anpassen, dass mehrere Gewerkschaften nebeneinander existieren können.”

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