Geschäftsbetrieb wird fortgeführt

sz Wilnsdorf. Die Mibag Schadenservice GmbH mit Sitz in Wilnsdorf hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit am 9. Januar beim Amtsgericht Siegen einen Antrag auf ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Mit ihren fünf Standorten in Wilnsdorf, Frankfurt am Main, Nürnberg, Geilenkirchen und Stuttgart ist Mibag Schadenservice ein Tochterunternehmen der österreichischen Mibag-Gruppe. Mit dem Antrag nutzt das auf Sanierung von Brand- und Wasserschaden spezialisierte Unternehmen die Chancen einer Restrukturierung. Das Sanierungsverfahren hat keine Auswirkung auf die ebenfalls in Deutschland tätige Deutsche Mibag Sanierungs-GmbH oder sonstige Tochtergesellschaften aus der Mibag-Gruppe, die ausdrücklich nicht von der Insolvenz betroffen sind, heißte es in einer Pressemitteilung. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und Rechtsanwalt Lars Hinkel von Anchor Rechtsanwälte zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

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Nun soll die Mibag Schadenservice GmbH, die in 2019 ca. 20 Mill. Umsatz erzielte, im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens neu am Markt positioniert werden. Ziel ist es, das Unternehmen im harten Wettbewerb langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen. Dabei sollen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten werden.

Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt und in vollem Umfang weiter, heißt es weiter. Die Geschäftsführung bleibe in der vorläufigen Eigenverwaltung im Amt und sei weiterhin handlungs- und weisungsbefugt. Die 105 Mitarbeiter würden in Betriebsversammlungen über die aktuelle Situation und über die weiteren Schritte informiert. Alle Löhne und Gehälter seien zunächst über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis Ende Februar 2020 gesichert. Ab Anfang März sollten die Lohn- und Gehaltszahlungen wieder aus eigenen Mitteln geleistet werden.

Die Geschäftsführung wird auch durch den Sanierungsexperten Rechtsanwalt Roman-Knut Seger von der BDO Restructuring GmbH unterstützt. In den kommenden Wochen werden laut Mitteilung mit allen wesentlichen Beteiligten Gespräche geführt, um die zum Teil bereits vor dem Insolvenzantrag eingeleiteten Restrukturierungmaßnahmen weiter umzusetzen. Der vorläufige Sachwalter werde demnach als „verlängerter Arm“ des Gerichts das Sanierungsverfahren konstruktiv begleiten, die Geschäftsführung überwachen und die Gläubigerinteressen wahren.

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