Angebot soll ausgeweitet werden

Bad Berleburg setzt auf Dorfladen

„Insen Laare“ in Elsoff (hier ein Archivfoto aus Vor-Corona-Zeiten) ist ein starkes Beispiel, wie ein Dorfladen funktionieren kann. Die Stadt Bad Berleburg will ihre Grund- und Nahversorgungszentren weiter stärken.

„Insen Laare“ in Elsoff (hier ein Archivfoto aus Vor-Corona-Zeiten) ist ein starkes Beispiel, wie ein Dorfladen funktionieren kann. Die Stadt Bad Berleburg will ihre Grund- und Nahversorgungszentren weiter stärken.

bw Bad Berleburg. Was die Grund- und Nahversorgung der Menschen in den Ortsteilen angeht, ist Bad Berleburg noch verhältnismäßig gut aufgestellt. Da gibt es etwa die beiden Dorfläden in Berghausen und Dotzlar, „Insen Laare“ in Elsoff, aber auch weitere Geschäfte, in denen es Lebensmittel oder auch Pflegeartikel zu kaufen gibt. Nun will die Stadt eine Initiative starten, an deren Ende im Idealfall hier und da eine Ausweitung des Angebots oder womöglich sogar weitere Dorfläden stehen könnten. In einem Leader-Projekt soll die aktuelle Situation in den Grund- und Nahversorgungszentren analysiert, bewertet und dann auch Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden. Der demographische Wandel, die Digitalisierung und die Folgen der Corona-Pandemie sollen bei der Studie natürlich Berücksichtigung finden. Im Blick hat die Stadt dabei auch die Chancen eines Dorfladens als Treffpunkt, die Möglichkeiten der Digitalisierung und die Bündelung weiterer Dienstleistungen im Ort. Hierzu seien Abstimmungen und Kontakte zu den jeweiligen Anbietern und Ortsvorstehern erforderlich, um Trends zu erkennen sowie Kooperationsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven herauszuarbeiten.

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Rolle eines Wochenmarktes in Bad Berleburg soll untersucht werden

Am Beispiel der vom Sozialwerk St. Georg betriebenen Dorfläden in Berghausen und Dotzlar sollen alternative Modelle herausgearbeitet werden, die als Beispiel für andere Dörfer in Wittgenstein dienen sollen. „Dabei soll auch die Frage erörtert werden, wie ortsnahe und regionale Produkte noch stärker in den Dörfern zum Verkauf angeboten werden können“, erläutert die Stadt in der Vorstellung dieses Projekts. Darüber hinaus soll in dem Zuge untersucht werden, welche Rolle ein Wochenmarkt als belebendes Element für die Versorgung der Bevölkerung im Stadtgebiet haben kann bzw. welche Alternativen es dabei gibt. Die Kosten für die Untersuchung werden auf 20.000 Euro beziffert. Ziel ist die Förderung in Höhe von 80 Prozent aus dem Leader-Kleinprojektefonds.

Dorfladen auch als sozialer Treffpunkt

Im Jahre 2012 hatte Bad Berleburg bereits auf Basis einer umfangreichen externen Analyse mehrere Grund- und Nahversorgungszentren im Stadtgebiet eingerichtet: Aue-Wingeshausen, Berghausen, Arfeld-Dotzlar, Elsoff-Schwarzenau sowie Girkhausen als Nahversorgungszentrum. Ziel war und ist es, dass diese Zentren als Anker für die umliegenden Ortschaften dienen sollen. Denn: „Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass ein zukünftiger Wegfall von wohnortnahen Versorgungsangeboten (Einkauf, sozialer Treffpunkt) in den genannten Ortschaften die Lebensqualität für die betroffene dörfliche Bevölkerung im Stadtgebiet insgesamt deutlich senken würde, vor allem auch für ältere Menschen“, hieß es damals. Ziel der Stadt Bad Berleburg ist, Angebote für eine wohnortnahe Versorgung in den Dörfern aktiv zu sichern bzw. zu schaffen.

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