Angst vor drittem Lockdown

Corona lässt Traum platzen

Die Nachfolgerin für den Friseur-Salon Beckmann in Bad Berleburg sprang kurzfristig wieder ab.

Die Nachfolgerin für den Friseur-Salon Beckmann in Bad Berleburg sprang kurzfristig wieder ab.

Bad Berleburg. Diese Pandemie hat schon jede Menge Ängste produziert – und sie ist leider dazu in der Lage, Träume platzen zu lassen wie Seifenblasen. Den Traum von der weiter gut funktionierenden Gastwirtschaft ebenso wie den vom eigenen Friseur-Salon. Die Botschaft an der Eingangstür an der Bad Berleburger Poststraße ist unmissverständlich: „Liebe Kundinnen und Kunden, leider kommt die geplante Geschäftsübernahme aufgrund der Corona-Pandemie nicht zustande.“ Das ist bitter und enttäuschend zugleich. Aber Margitta Beckmann kann der potenziellen Nachfolgerin, die jetzt keine mehr ist, auch nicht böse sein: „Die junge Kollegin hat eine riesige Angst vor einem dritten Lockdown und offenbar kalte Füße bekommen. Aber was sollen wir machen? Auf Einhaltung des geschlossenen Vertrages klagen? Das macht keinen Sinn.“

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Bereits ab Januar sollte die Nachfolgerin für den traditionsreichen Salon Beckmann Haare schneiden, färben und in Form bringen. Dann nach dem Ende des Lockdowns – und nun leider gar nicht. Für die 67-Jährige steht fest, dass sie – wie geplant – ihren Ruhestand antreten wird: „Irgendwann ist es genug, ich habe in den ersten Wochen gemerkt, dass ich auch gut ohne Salon gut klar komme.“ Tochter Diana arbeitet aktuell langjährige Stammkunden ab, die von jetzt auf gleich keine Alternative gefunden hatten.

Tradition soll nicht sang- und klanglos gelöscht werden

„Wir wollten die Leute ja nicht vor den Kopf stoßen. Deshalb helfe ich, so gut es geht. Aber eine Dauerlösung ist das nicht.“ Sie selbst habe ja noch einen Salon in der Odebornklinik – und hoffe, dass sie dort bald wieder arbeiten könne.

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Beckmanns sind zumindest vorsichtig optimistisch, dass sie das Ladenlokal doch noch an einen Friseur oder eine Friseurin vermieten können. Die über 100-jährige Tradition soll nicht sang- und klanglos gelöscht werden.

Zwangspause Bedarf an Friseuren gezeigt

Eine andere Verwendung müssten die Räumlichkeiten in der südlichen Kernstadt nicht unbedingt bekommen. Die Vorzeichen für das Friseur-Handwerk stünden gut, das Inventar sei ebenso vorhanden wie ein treuer Kundenstamm. Und nicht zuletzt habe ja die zehnwöchige Zwangspause gezeigt, dass der Bedarf für Friseure vorhanden sei. Wer im Moment an den Start gehe, könne sich vor Arbeit nicht retten.

Margitta Beckmann: „Vielleicht klappt es ja im zweiten Anlauf.“

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