Wohl der Tiere im Fokus

Bad Berleburg: Wisent-Allianz signalisiert weiterhin Gesprächsbereitschaft

Für die Wisent-Allianz steht laut einer Pressemitteilung das Wohl der Tiere im Vordergrund.

Für die Wisent-Allianz steht laut einer Pressemitteilung das Wohl der Tiere im Vordergrund.

Bad Berleburg. Naturschutz, Artenschutz und Klimaschutz sind von zentraler Bedeutung für die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Daher sei die Wisent-Allianz weiterhin bereit, sich für den dauerhaften Erhalt der freilebenden Wisente einzusetzen. Dass nun auch durch die Diskussion und einhellige Abstimmung im Umweltausschusses des Kreises Siegen-Wittgenstein die fraktionsübergreifende politische Basis dafür gelegt worden ist, „ist ein klares Signal an alle Beteiligten“, heißt es in einer Pressemitteilung

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„Wisente gehören seit über zehn Jahren zum Erscheinungsbild in Nordrhein-Westfalen. Der Schritt der Kündigung des öffentlich-rechtlichen Vertrages führte zur Herrenlosigkeit der Tiere, was den Weg freimacht, um – und das ist ganz wichtig – gemeinsam mit allen Beteiligten neu anzusetzen und das Projekt auch wissenschaftlich weiterzuentwickeln. Wir erhalten viel Zuspruch für das Projekt. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt gemeinsam vorangehen – zum Wohl der Tiere. Das muss bei alldem im Vordergrund stehen“, wird Professor Theo Pagel in der Mitteilung zitiert.

Wir erhalten viel Zuspruch für das Projekt. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt gemeinsam vorangehen – zum Wohl der Tiere.

Professor Theo Pagel, Direktor des Kölner Zoos

Der Direktor des Kölner Zoos verdeutlicht damit noch einmal, dass die Wisent-Allianz weiterhin bereit sei, sich aktiv in das Wisent-Management einzubringen – vorausgesetzt, „die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür werden seitens der öffentlichen Behörden geschaffen“.

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Wisent-Allianz zu Gesprächen bereit

„Wir haben bereits Anfang November eindeutig erklärt, dass wir zu Gesprächen bereit sind – und dieses Angebot besteht weiterhin. Klar ist: Die Tiere sind herrenlos. Klar ist auch: Wir stehen weiterhin zur Verfügung“, so Pagel, einerseits mit Blick auf mögliche persönliche Gespräche, andererseits aber auch vor dem Hintergrund, dass eine Einladung zum Kreis-Umweltausschuss ausgeblieben sei, „um dort in Dialog zu treten“.

Unmittelbaren Handlungsbedarf der Verantwortlichen sieht die Wisent-Allianz laut Mitteilung derweil mit Blick auf den in den vergangenen Tagen eingetretenen Wintereinbruch. „Das Wohl der Tiere muss im Vordergrund stehen. Aus unserer Sicht ist daher eine Winterfütterung absolut sinnvoll – und notwendig. Es bedarf eines fundierten Managements, um das Projekt auch weiterhin erfolgreich voranzubringen. Daher stehen wir als Wisent-Allianz weiterhin gerne zur Verfügung“, erklärt Bernd Fuhrmann.

Politischer Konsens ermöglicht gemeinsame Lösungen

Der Vorsitzende des Wisent-Trägervereins habe die Bereitschaft zuletzt noch einmal im Nachgang zum Umweltausschuss gegenüber Landrat Andreas Müller „erneut“ angeboten: „Wir sind weiterhin an einer pragmatischen Lösung interessiert und stehen Gewehr bei Fuß. Im Rahmen eines Betreuungsvertrages, den öffentliche Behörden ausstellen müssen, kann eine Winterfütterung unter der Expertise der Wisent-Allianz erfolgen. Dieser muss aber ausdrücklich juristische Fragen ausklammern. Tatsache ist: Der politische Konsens ist gegeben und ermöglicht gemeinsame Lösungen“, wird Bernd Fuhrmann in der Mitteilung zitiert.

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Gutachten der Tierärztlichen Hochschule Hannover

Mittel- und langfristig wolle die Wisent-Allianz unter „diesen Bedingungen“ ebenfalls zur Verfügung stehen. „Dass wir gesprächsbereit sind, haben wir bereits deutlich betont. In der Perspektive bedeutet das für uns auch, dass wir für ein gemeinsames Wildtiermanagement auf Grundlage des Gutachtens der Tierärztlichen Hochschule Hannover zur Verfügung stehen. Dabei spielt die unterschiedliche rechtliche Haltung der möglichen Akteure für uns keine Rolle – das Wohl der freilebenden Tiere muss und wird an erster Stelle stehen“, konstatiert der Vorsitzende der Deutschen Wildtier Stiftung, Prof. Dr. Klaus Hackländer.

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