Ein besonderer Ostergruß in Bad Berleburg

Anonyme Spenden an Einzelhändler

Tolle Überraschung und eine klare Stellungnahme für den Bad Berleburger Einzelhandel: Ein unbekannter Spender schob sein 50-Euro-Geschenk einfach mal unter der Geschäftstür durch.

Tolle Überraschung und eine klare Stellungnahme für den Bad Berleburger Einzelhandel: Ein unbekannter Spender schob sein 50-Euro-Geschenk einfach mal unter der Geschäftstür durch.

Bad Berleburg. Wenn in diesen Tagen doch nur alle angekündigten Hilfen und Unterstützungsinitiativen so unbürokratisch funktionieren würden: Ein unbekannter Gönner des Bad Berleburger Einzelhandels hat mehreren Ladenbetreibern unmittelbar vor Ostern eine besondere Motivationsspritze verabreicht: „Diese kleine (selbstlose) Freude ist mein Gruß zu Ostern. Mein Name ist Hase, Osterhase. Suchen Sie mich nicht im Stadtgebiet, ich bin anonym. Jeder ist momentan Corona geplagt, also kann auch jeder dahinter stecken.“

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Große Freude über beeindruckendes Zeichen

Das Begleitschreiben ist voller Rätsel – die Botschaft dahinter nicht: Der Sponsor hat jedes Schreiben mit einem 50-Euro-Schein bestückt und – ganz offenbar – zu späterer Stunde verteilt. Entweder unter der Tür der Geschäfte durchgeschoben oder in den Briefkasten geworfen. Sicherlich kein Betrag, der auf Dauer eine Existenz retten kann, aber ein beeindruckendes Zeichen in einer Zeit, in der Verantwortungsträger in Deutschland ganze Branchen zu vergessen scheinen. Ein vernünftiges Konzept dazu, wie man Innenstädte auch in Zukunft erhalten will, sucht man leider vergeblich. Online-Konzerne dürfen mit Zustimmung der Politik Rekordumsätze und -gewinne schreiben, der örtliche Einzelhandel erhält trotz hervorragender Konzepte Berufsverbot. Bei den Adressaten des völlig unerwarteten Ostergeschenks in der Odebornstadt kam die Idee offenbar hervorragend an: „Ich wollte morgens die Tür aufschließen und dann lag unten auf dem Boden diese schöne Überraschung. Habe mich wirklich sehr gefreut über so eine großzügige Geste. Ist doch in diesen schweren Zeiten eine schöne Überraschung“, sagte ein Bad Berleburger Einzelhändler im SZ-Gespräch.

Teststrategie bringt Zukunftsperspektive

Unterdessen fordert die Initiative „Zukunft Handel NRW“ endlich ein Umdenken – und Wege heraus aus den monatelangen Schließungen von Geschäften. Umfangreiche lokale Testangebote für Bürger – die auch in der hiesigen Region immer zahlreicher werden – seien eine Alternative zu einem strengen Lockdown. In Nordrhein-Westfalen setze die Landespolitik ein deutliches Zeichen und ermögliche eine neue Bewegungsfreiheit in den Städten mit einem negativen tagesaktuellen Testergebnis. Diese Chance einer kontrollierten und sicheren Öffnung nutzten aktuell schon viele Kommunen, die frühzeitig auf eine gute Test-Infrastruktur gesetzt hätten: „Perspektivisch weisen umfangreiche Testmöglichkeiten für die Bürger den Weg aus der Pandemie. Je mehr Menschen getestet werden, desto eher wird es gelingen, Infektionsketten zu durchbrechen, Infizierte zu isolieren und so Sicherheit beim Einkaufen oder in der Freizeit zu gewährleisten.“ Die Chance, zurück in die Normalität zu finden, werde viele motivieren, sich regelmäßig testen zu lassen. Verfügbare Tests und eine gute Test-Infrastruktur seien Voraussetzung, dass das Leben in den Stadtzentren neu erwachen könne. In vielen Städten habe man bereits positive Erfahrungen mit dem Konzept gemacht. Der Handel kontrolliere die Testergebnisse streng und die Mitarbeiter kümmerten sich akribisch um die Einhaltung der umfassenden und vielfach erprobten Hygieneregeln. Die meisten Fachleute, einschließlich des Robert-Koch-Instituts, seien längst der Auffassung, dass im Einzelhandel nachweislich kein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe.

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Einzelhandel zu Unrecht belastet

Dass der Einzelhandel von den Corona-Maßnahmen zu Unrecht einseitig belastet werde, zeige nicht zuletzt die viel zitierte Studie einer Forschergruppe um den renommierten Professor Kai Nagel von der TU Berlin. Die klare Botschaft der Wissenschaftler: Es sei effektiver, bei Corona-Maßnahmen alle Bereiche zu beteiligen, als in einem einzelnen Bereich weitere Schutzmaßnahmen hinzuzufügen. Nach der Einführung der Maskenpflicht im Einzelhandel habe die vollständige Schließung der Geschäfte kaum zusätzliche Wirkung. Vor diesem Hintergrund plädiere die Initiative „Zukunft Handel NRW“ an die Verantwortlichen aller Stadt- und Landkreise von Nordrhein-Westfalen, statt einer kompletten Rücknahme der Öffnungen, den Besuch der Geschäfte von einem tagesaktuellen Negativtest abhängig zu machen, so dass der Handel eine Zukunftsperspektive habe.

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