Enkeltrick

Maschen werden heimtückischer

Er zieht leider immer noch: Der Enkeltrick

Er zieht leider immer noch: Der Enkeltrick

Aue. Eigentlich kann man es fast kaum glauben, dass der Enkeltrick immer noch zieht, doch leider ist diese besonders dreiste Betrugsmasche weiterhin bittere Realität. „Auch deshalb, weil die Täter mit immer perfideren Ideen vorgehen und teilweise schreiende Kinder in ihre Geschichten einbauen“, sagt Niklas Zankowski, Sprecher der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein.

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Neue Fälle in der Region

Die SZ-Redaktion erhielt aktuell Kenntnis von zwei Fällen aus dem Bad Berleburger Stadtteil Aue. Einer nahm ein gutes Ende, weil die angerufene Seniorin den Braten im Verlauf des Gespräches glücklicherweise roch und das Telefonat beendete. Im anderen Fall kam es „leider zur Übergabe des Geldes“, bestätigte Niklas Zankowski entsprechende Informationen unserer Zeitung. Die Tat habe sich bereits am 27. November des Vorjahres ereignet. Eine genaue Summe wollte der Polizeisprecher nicht nennen – nur so viel: „Es war fünfstellig.“Ganz aktuell versuchten es unbekannte Täter erneut in Aue und kontaktierten eine ältere Dame, wie ihr Sohn im Gespräch verriet: „Ich finde es wichtig, dass darüber gesprochen und geschrieben wird, damit die Menschen sensibilisiert werden. Es darf nicht sein, dass Leute auf diese Weise um ihr Gespartes gebracht werden.“ Auch hier die bekannte Masche: Anrufer ist das vermeintliche Enkelkind, das in finanzielle Not geraten ist. Oma soll kurzfristig helfen, mit einer zuvor bei der Bank abgeholten größeren Summe Bargeld – das natürlich kurzfristig zurückgezahlt werde. Alles erstunken und erlogen. „Ich bin froh, dass meine Mutter noch geschaltet und die Dinge hinterfragt hat“, so der Informant.

"Leider ein sehr stabiles Thema"

Niklas Zankowski verriet, dass der Enkelbetrug „leider ein sehr stabiles Thema ist“. Es gebe immer mal wieder Ausreißer nach oben oder nach unten, in dieser Woche sei – nach einer längeren Pause – der Raum Siegen verstärkt betroffen gewesen. Auch in der Vorweihnachtszeit habe es mehrere Versuche gegeben: „Natürlich vermutet man die Menschen in diesen Zeiten zuerst zu Hause.“ Und leider sei es stets auch nur eine Frage der Zeit, bis die Täter wieder erfolgreich seien – trotz aller Warnungen. Auch im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein seien schon sechsstellige Euro-Beträge erbeutet worden.

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Polzei alamieren

Niklas Zankowski appellierte an alle Betroffenen, sich in jedem Fall bei der Polizei zu melden – auch dann, wenn man nicht auf den Schwindel hereingefallen sei. Das funktioniere über jede Polizeidienststelle, aber auch über die Notrufnummer 110. Es gehe darum, die Fälle aufzunehmen, polizeilich zu bearbeiten und letztlich Strafanzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Dass es extrem schwierig ist, die Täter zu ermitteln, wenn das Geld einmal übergeben ist, versteht sich von selbst. In den meisten Fällen tauchen die Straftäter unerkannt unter – und nehmen die nächsten Opfer ins Visier.

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