"Ever Given" im Suez-Kanal

Havarie hat Auswirkungen auf Produktion bei Obermeier

Havarie im Suez-Kanal mit Folgen: Das Raumländer Unternehmen Obermeier verzeichnet vereinzelt Engpässe bei der Lieferung von Basischemikalien aus Fernost.

Havarie im Suez-Kanal mit Folgen: Das Raumländer Unternehmen Obermeier verzeichnet vereinzelt Engpässe bei der Lieferung von Basischemikalien aus Fernost.

ako Raumland. Das Geschehen spielt sich mehrere tausend Kilometer weit entfernt ab, doch die Auswirkungen machen sich schon jetzt in Deutschland bemerkbar: Das Drama um das im Suez-Kanal havarierte Containerschiff „Ever Given“ hat weitreichende Folgen für die heimische Wirtschaft (die Siegener Zeitung berichtete). Weil der 400 Meter lange Koloss mehrere Tage die für den Welthandel so wichtige Wasserstraße in Ägypten blockierte, stauten sich über 350 weitere Schiffe an den Kanalzufahrten. Weltweit kommt es deshalb zu verspäteten Lieferungen von Gütern bzw. sogar Unterbrechungen der Lieferketten. Schnell kursierten daher Gerüchte, dass auch Unternehmen in Wittgenstein mit der Situation zu kämpfen haben. Konkret hieß es, dass die Produktion bei Obermeier in Raumland „komplett stillstehe“, weil wichtige Ressourcen zur Herstellung von Produkten fehlten. Dies bestätigte sich auf Anfrage der SZ jedoch nicht. Zwar komme es gegenwärtig vereinzelt zu Engpässen bei der Lieferung von Basischemikalien aus Fernost, dennoch verfüge die Firma über hohe Lagerkapazitäten, wie Jochen Obermeier erklärte.

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Kritische Lage in der Chemieindustrie

„Die tagelange Blockade im Suez-Kanal trifft nicht nur uns, sondern die Industrie im Allgemeinen“, sagte der Geschäftsführer. Die weltweiten Lieferketten sind vor allem wegen der Corona-Pandemie schon vorher unter Druck und „extrem fragil“ gewesen, der Vorfall „Ever Given“ sei aber nur das „Brennglas der Situation“. „Die Lage ist sehr kritisch, der Suez-Kanal ist aber nicht der Auslöser für die Probleme in der Chemieindustrie.“ Das Raumländer Unternehmen verzeichne gegenwärtig trotzdem eine erhöhte Nachfrage und damit einhergehend eine „gute“ Auftragslage: „Die Aufträge sind da, wir können nur nicht alle bedienen“, sagte Jochen Obermeier. Dass das Containerschiff „Ever Given“ im Suezkanal mittlerweile wieder freigelegt worden ist, stimmte den Geschäftsführer im Hinblick auf den Lieferverkehr optimistisch: „Ich denke, dass sich das in den nächsten zwei Wochen wieder eingespielt hat.“

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