Fahrrad-Demo am 31. August

Bad Berleburg soll attraktiver für Radler werden

Fahrräder müssten als gleichberechtigtes Fortbewegungsmittel eingeplant werden, finden die Grünen in Bad Berleburg.

Fahrräder müssten als gleichberechtigtes Fortbewegungsmittel eingeplant werden, finden die Grünen in Bad Berleburg.

sz/bw Bad Berleburg. Seit vielen Jahren ist die schlechte Anbindung für Radfahrer von Raumland und vom Ederradweg in die Berleburger Kernstadt ein viel diskutiertes Thema. Derzeit richtet zwar die Stadt einen touristischen Radweg her, der allerdings nicht alltagstauglich ist (SZ berichtete). Das reicht den Grünen nicht, sie schreiben in einer Stellungnahme: „Es soll in der Stadt weder adäquate Radwege geben noch Schutzstreifen noch Tempo 30. Es bestehe keine Gefahrenlage, hieß es in der Verkehrsschau. Im offenen Widerspruch dazu fordert die Verkehrsschau aber, den Radverkehr im Ort weg von der B 480 (Poststraße und Ederstraße) zu verlegen. Wenn keine Gefahrenlage besteht, warum soll der Radverkehr dann weg?“ Allen Radfahrern sei ersichtlich, dass auf der B 480 eine Gefahrenlage bestehe. Die E-Bikes ermöglichen immer mehr Menschen den Umstieg auf das Fahrrad: „Wir werden mehr inner- und außerörtlichen Radverkehr haben und wollen ja auch mehr Radverkehr“, heißt es seitens Bündnis 90/Die Grünen weiter.

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Fahrrad als gleichberechtigtes Fortbewegungsmittel

Damit dieser sicher sei und selbst nicht Fußgänger gefährde, müsse er als gleichberechtigtes Fortbewegungsmittel eingeplant werden. Die Luftreinhaltung komme außerdem hinzu: Kurorte hätten ein Recht auf Tempo 30 auf Bundesstraßen. Radtourismus in der Innenstadt nutze dem Einzelhandel und der Tourismusbranche. Die Anfahrt mit dem Zug sei nur durch die Innenstadt denkbar. Hier habe man für straßenseitige Parkplätze gesorgt, auf der Ederstraße werde weiter auf der Straße geparkt. Wenn es weder Platz auf den Straßen für den Radverkehr gebe noch Tempo 30 möglich sei, „hat die extrem autozentrierte Planung der Vergangenheit uns offenbar langfristig die Möglichkeit für eine radfahrerfreundliche Innenstadt genommen“, kritisieren die Grünen.

Warnschilder reichen nicht aus

Bis die B 480 mit dem Radweg gebaut werde, dürften mindestens noch sechs Jahre vergehen. „Bis dahin nur Warnschilder als Sicherheit zu haben, ist ebenso unzureichend für Familien und Berufspendelnde wie die Steigung über Stöppel oder Limburg“ urteilen die Berleburger Grünen, die deshalb ankündigen, weiter für mehr Radverkehr auf allen Straßen, mehr ÖPNV, Schnellbusse, bessere Zugverbindungen, mehr Ladesäulen für E-Bikes und E-Autos sowie mehr Fahrradstellplätze zu kämpfen. Eine Fahrrad-Demo von Mobilitätsaktivist Eike Meesmann findet im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung am Montag in Bad Berleburg statt. Treffpunkt ist am kommenden Montag, 31. August, um 16.30 Uhr am Bürgerhaus.

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