Gesellschaftliche Aufgabe für Stadt und DRK

Ein Dach für alle Generationen

Umgesetzt werden soll der generationsübergreifende Treffpunkt in der alten Landrats-Villa des Kreises Siegen-Wittgenstein direkt neben dem Rathaus.

Umgesetzt werden soll der generationsübergreifende Treffpunkt in der alten Landrats-Villa des Kreises Siegen-Wittgenstein direkt neben dem Rathaus.

Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Siegen-Wittgenstein und die Stadt Bad Berleburg haben gemeinsam ein Konzept für einen „Interkulturellen konfessionsunabhängigen Mehrgenerationentreffpunkt im Quartier“ ausgearbeitet und erfolgreich bei der Deutschen Fernsehlotterie zur Projektförderung eingereicht. 225 000 Euro fließen in den nächsten drei Jahren als Personal- und Sachkostenzuschuss in das Bad Berleburger Projekt, dessen Trägerschaft das DRK mit Unterstützung durch die Stadt Bad Berleburg übernimmt. „Wir möchten mit dem Projekt erreichen, dass sich jede und jeder hier Lebende zugehörig fühlt zu unserer Bad Berleburger Stadtgesellschaft“, erklärte Bernd Fuhrmann.

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Nachhaltiger Austausch

Der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg betonte, dass es eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe sei, für ältere oder allein lebende Bürger sowie Neubürger aus unterschiedlichen Herkunftsländern eine Möglichkeit des regelmäßigen interkulturellen und damit nachhaltigen Austausches zu schaffen.

Umgesetzt werden soll der generationsübergreifende Treffpunkt in der alten Landrats-Villa des Kreises Siegen-Wittgenstein direkt neben dem Rathaus durch tägliche Bildungs-, Begegnungs- und Freizeitangebote. Die üblicherweise dort stattfindenden Integrations- und Sprachkurse der VHS sollen in die Angebotsstruktur einbezogen werden. Auch die Sozial-, Migrations- und Flüchtlingsberatungen, die Integrationsbeauftragten oder der Senioren-Service werden dort zu gewissen Zeiten Quartier beziehen. Ebenso ist ein ausgestatteter Büroraum für das Ehrenamt vorgesehen.

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Geselliges Miteinander

„Interkulturelle Bildung, individuelle Beratung, geselliges Miteinander der Nationen und Generationen sowie Spiel, Spaß und kulturelle Unterhaltung sollen zum Gesicht des internationalen Treffpunkts in der Kernstadt von Bad Berleburg werden. Voneinander lernen, gemeinsam kochen, lachen, spielen, tanzen, singen, erleben, werken, basteln und reparieren, und vor allem Zeit miteinander verbringen“, so fasst die zuständige Fachbereichsleiterin Regina Linde die geplanten Aktivitäten im Mehrgenerationentreffpunkt in Bad Berleburg zusammen.

Aufgrund der zunehmenden Zuwanderung von Geflüchteten sowie anderer Menschen mit Migrationshintergrund erschien es notwendig, in Bad Berleburg einen offenen interkulturellen Treffpunkt für alle Altersklassen zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenwachsens im Quartier zu implementieren. Zudem ist der Treffpunkt dafür gedacht, Vereinsamung besonders bei älteren oder allein lebenden Bürgern zu verhindern.

Integration und Flüchtlingsarbeit berücksichtigen

Die entsprechende Stellenausschreibung für die hauptamtliche Betreuung des Treffpunktes wird vom DRK vorgenommen. Berücksichtigt werden sollen soziale Aspekte wie Fragen der Integration, der Flüchtlingsarbeit, der Senioren- und Jugendkulturarbeit und der soziokulturellen Arbeit. Das Projekt möchte nachhaltige Entwicklungen in den Bereichen Integration, Familien, Seniorinnen und Senioren, Jugend, Kultur, Freizeit sowie Arbeits- und Ausbildungsförderung unterstützen.

Ziele des offenen, interkulturellen und konfessionsunabhängigen Treffpunktes in Bad Berleburg sind: Begegnungs-, Bildungs- und Beschäftigungstreff für alle Konfessionen, Kulturen und Altersklassen, einfach für alle Bürgerinnen und Bürger Bad Berleburgs; intensiver kultureller Austausch; gesellschaftliche und soziale Integration; Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Hilfe zur Selbsthilfe; Beratung und Unterstützung bei individuellen Fragen und Alltagsproblemen in Familie, Arbeit, Schule und sozialem Umfeld; Gleichberechtigung von Mann und Frau; Vermeidung von Reibungsverlusten – alle Akteure für Beziehungs- und Erfahrungsarbeit, Beratung, Unterstützung und Vermittlung mit den jeweiligen Beratungssprechzeiten werden einbezogen und bieten ihre Dienstleistungen unter einem Dach an; Förderung von global nachhaltigem Wirtschaften durch Implementierung von Repair-Werkstätten; Thementage für Ehrenamt z.B. DRK, Feuerwehren, THW, Vereine, etc.; gegenseitige Wertschätzung durch gemeinsame Aktivitäten erzeugen.

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Durch Verlässlichkeit und Kontinuität auszeichnen

Die Arbeit im offenen, interkulturellen und konfessionsunabhängigen Treffpunkt soll für jedermann transparent sein, sich durch Verlässlichkeit und Kontinuität auszeichnen. Flexibilität, bezogen auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer soll stets vorhanden sein.

Eine enge Zusammenarbeit mit der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Bad Berleburg ist geplant, da diese dem Projekt als Ideengeber diente und über fundierte Kenntnisse im Bereich der interkulturellen Kinder- und Jugendarbeit verfügt. Das tragfähige Netz aus Integrationspaten, Institutionen, Organisationen, Vereinen, Stadtbücherei, Unternehmen, Schulen, Kitas etc. soll dabei zur sinnvollen und lebensorientierenden Freizeit- und Bildungsgestaltung im Treff mit herangezogen werden.

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