Gründung der Digitalum Wittgenstein gGmbH

Digitaler Meilenstein für Wittgenstein

Wittgenstein will das Digitalum – ein Qualifizierungszentrum zum Erwerb digitaler Kompetenzen. Um dieses Projekt voranzutreiben, soll nun die Digitalum Wittgenstein gGmbH in Kürze gegründet werden. Neben einem festen Standort, der für Bad Berleburg geplant ist, soll das Angebot auch in die Ortschaften kommen.

Wittgenstein will das Digitalum – ein Qualifizierungszentrum zum Erwerb digitaler Kompetenzen. Um dieses Projekt voranzutreiben, soll nun die Digitalum Wittgenstein gGmbH in Kürze gegründet werden. Neben einem festen Standort, der für Bad Berleburg geplant ist, soll das Angebot auch in die Ortschaften kommen.

sz Bad Berleburg. Die Digitalisierung ist eine der wesentlichen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Mit der Gründung der Digitalum Wittgenstein gGmbH werden die Weichen gestellt – und Konzeption und Aufbau des Projekts vorangetrieben. Der erste Stern ist bereits erstrahlt, der zweite soll im Zuge der Regionale schnell folgen: Das Digitalum soll die Region Wittgenstein auf eine neue Ebene der Digitalisierung heben. „Wir wollen einen Ort schaffen, an dem verschiedenste Zielgruppen digitales Wissen erlangen können. Auf diese Weise schaffen wir einen enormen Standortvorteil für die gesamte Region“, konstatierte Bernd Fuhrmann. Der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg hob hervor, dass die Idee sowohl zentral als auch dezentral und interkommunal gedacht ist.

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Digitalum Wittgenstein gGmbH soll bald gegründet werden

„Es geht darum, das Digitalum nachhaltig in unseren Alltag zu integrieren“, betonte Bernd Fuhrmann. Auf die Weise soll die Digitalisierung alle Alters- und Interessengruppen erreichen – egal ob Schülerinnen, Schüler und Auszubildende, Eltern, Lehrkräfte, Fach- und Führungskräfte, Senioren, Vereine und Kirchen, das Digitalum bietet einen Mehrwert als Ort des digitalen Lernens und bildet Synergien zur Bad Berleburger Nachhaltigkeitsstrategie und dem Smart-City-Prozess. Auf dem Weg zum zweiten Stern im Regionale-Prozess wollen die Verantwortlichen nun die bereits vorhandenen Partner sowie weitere Interessenten als Gesellschafter und Förderer gewinnen und im April die gemeinnützige Digitalum Wittgenstein gGmbH gründen. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Idee, die Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam anzugehen, ersten Unternehmen, Institutionen und Kommunen in Wittgenstein vorgestellt. „Die Resonanz war überaus positiv und wir sind sehr stolz, das Digitalum seither als Wittgensteiner Gemeinschaftsprojekt vorantreiben zu können“, betonte Projektkoordinator Andreas Kurth. Um zu eruieren, welche Möglichkeiten existieren, um Digitalisierungsthemen in der Breite der Wittgensteiner Bevölkerung zu etablieren, führte Prof. Dr. Thomas Ludwig von der Universität Siegen eine Machbarkeitsstudie durch, die letztlich von Erfolg gekrönt und in einem Förderantrag im Rahmen der Regionale 2025 gemündet war.

Politik in Bad Berleburg soll weitere Schritte beschließen

„Die Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass die Herausforderungen bei allen Akteuren existieren und dass vor allem ein Bedarf an Orientierungswissen, technologischen Möglichkeiten und konkreten Qualifizierungsinhalten besteht“, erläuterte Thomas Ludwig. Er begleitet die Entwicklung auch über die Machbarkeitsstudie hinaus maßgeblich. „Das Digitalum hat großes Potenzial, für die Region ein wesentlicher Baustein bei der erfolgreichen Bewältigung dieser Herausforderungen zu sein“, erklärte Colette Siebert. Die Leiterin der Stabsstelle Regionalentwicklung der Stadt Bad Berleburg ist – ebenso wie sämtliche städtische Vertreter – von der Idee überzeugt. Daher haben bereits mehrere Arbeitstreffen gemeinsam mit den Initiatoren stattgefunden, um die Idee weiter auszuarbeiten. Der Berleburger Haupt- und Finanzausschuss soll in seiner Sitzung am Donnerstag, 18. März, um 18 Uhr im Bürgerhaus am Markt in Bad Berleburg den städtischen Beitritt als Gesellschafter der Digitalum Wittgenstein gGmbH beschließen, damit diese aktiv bei der Gestaltung des Projektes mitwirken kann. „Weitere Beitrittsbeschlüsse in den Gremien der Unternehmen, Vereinigungen und Kommunen befinden sich in den nächsten Wochen in Vorbereitung“, erläuterte Andreas Kurth. „Der Beitritt als Gesellschafter ist ein wichtiger Baustein hinsichtlich einer smarten und nachhaltigen Stadtentwicklung“, betonte Colette Siebert mit Blick auf das Leuchtturmprojekt, das sich als Qualifizierungszentrum versteht.

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Fachkräfte sollen in Wittgenstein gehalten werden

Durch den Aufbau digitaler Kompetenzen sollen langfristig Fachkräfte in und für Wittgenstein qualifiziert werden – in der Industrie, im Handwerk, im Einzelhandel, in der Tourismusbranche sowie in der öffentlichen Verwaltung und in Bildungseinrichtungen. Auf diese Weise ist Bad Berleburg nicht nur an der Konzeption beteiligt, sondern profitiert aktiv vom Digitalum. Denn perspektivisch will die Stadt ihr Personal dort fortbilden. Zudem ist der Einsatz von Digitallotsen über ein Förderprogramm – etwa Leader – denkbar. Neben einem festen Standort, der für Bad Berleburg geplant ist, soll das Projekt auch in die Ortschaften kommen. Ein möglicher Ansatz: ein Fahrzeug als mobile Einheit, um darin Digitalum-Inhalte anzubieten. „Denkbar ist das aber beispielsweise auch in Dorfgemeinschaftshäusern und anderen gemeinschaftlich genutzten Räumlichkeiten“, verriet Colette Siebert. Damit geht der Ansatz über eine reine Fachkräfteausbildung hinaus – und soll die Region auf eine völlig neue Ebene der Digitalisierung heben.

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