Rathaustüren stehen für Assistenzhunde ganz weit auf

Ein Lebensretter namens Hanni

Gemeinsam mit Assistenzhündin „Hanni“ brachten Thorsten Habel (M.) und Bürgermeister Bernd Fuhrmann (r.) sowie Rathausmitarbeiterin Sarah Müsse (l.) mit Bürohund „Carlo“ das Zeichen für die Zutrittskampagne „Assistenzhund willkommen“ an.

Gemeinsam mit Assistenzhündin „Hanni“ brachten Thorsten Habel (M.) und Bürgermeister Bernd Fuhrmann (r.) sowie Rathausmitarbeiterin Sarah Müsse (l.) mit Bürohund „Carlo“ das Zeichen für die Zutrittskampagne „Assistenzhund willkommen“ an.

sz Bad Berleburg. Labrador „Hanni“ ist nur auf den ersten Blick eine gewöhnliche Hündin. Die Hundedame ist Schutzengel, Lebensretterin und -versicherung für Thorsten Habel. Der 44-Jährige leidet an Anaphylaxie – er muss jederzeit mit allergischen Schocks rechnen, bei denen der Erstickungstod droht. „Vor Hanni war ich sehr oft in der Notaufnahme“, erinnert sich der Hundehalter. Dank „Hanni“ habe sich das schlagartig geändert: Die Assistenzhündin erschnüffelt die Schocks lange bevor der Erkrankte etwas bemerkt. In solchen Fällen bringt sie ihm seine lebenserhaltenden Medikamente. Nun war sie gemeinsam mit Thorsten Habel in Bad Berleburg.

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Dass Assistenzhunde im gesamten Rathauskomplex seit jeher willkommen sind, ist nicht neu – nun allerdings hängt am Eingang ein sichtbares Zeichen dafür: ein Aufkleber, der auf die Zutrittskampagne „Assistenzhund willkommen“ aufmerksam macht. Im Bürgerbüro liegen Informationsflyer aus.

"Wenn nun die Stadt Bad Berleburg mitmacht, dann ist das ein weiteres wichtiges Signal nach draußen." Thorsten Habel „Assistenzhund willkommen“
„Als wir von der Kampagne gehört haben, haben wir keinen Moment gezögert und zugesagt. Wir wollten damit ein nachhaltiges Zeichen setzen – auch im Sinne der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, denen wir uns als Stadt der Dörfer verschrieben haben. Diese sehen ein gesundes Leben für alle explizit vor“, erklärte Bernd Fuhrmann.

Botschafterin und Schirmhündin für die Kampagne

Der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg brachte das Zeichen gemeinsam mit Thorsten Habel und „Hanni“ am Eingang an. Der Kontakt kam über Rathausmitarbeiter Julian Knoche zustande. Er kennt Thorsten Habel privat und machte die Kampagne in der Verwaltung bekannt. Diese betreibt der Assistenzhundehalter aus Dortmund gemeinsam mit dem Verein „Pfotenpiloten“, gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. „Hanni“ ist inzwischen Botschafterin und „Schirmhündin“ für die Kampagne. Längst ist die Hündin im Internet eine Berühmtheit. Auf Instagram folgen ihr unter „Assistenzhund.Hanni“ rund 12 700 Menschen.

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„Wir sind stolz über jeden Erfolg, den wir damit haben – das ist immer ein Meilenstein. Wenn nun die Stadt Bad Berleburg mitmacht, dann ist das ein weiteres wichtiges Signal nach draußen“, freute sich Thorsten Habel. Neben Städten aus der gesamten Republik sind inzwischen auch Einrichtungen wie die Vamed-Klinik in Bad Berleburg mit im Boot – und Borussia Dortmund.

Pfotenpiloten wollen weiter für Thema Assistenzhund sensibilisieren

Am Ziel sind die „Pfotenpiloten“ und Thorsten Habel längst nicht: Die Akteure wollen weiter für das Thema Assistenzhund sensibilisieren, die ihren Halterinnen und Haltern das Leben retten können. Und damit auch die Krankenkassen dazu bewegen, die Kosten für ein solches Tier zu übernehmen. Denn Kauf und Ausbildung kosten bis zu 25 000 Euro. Der Dortmunder will nicht aufhören, dafür zu kämpfen und sein Thema platzieren – so wie nun in Bad Berleburg.

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