Unternehmen will Bauantrag einreichen

Krug Energie plant acht Windkraftanlagen

Im Bereich der Bad Berleburger Potenzialfläche Ohrenbach laufen vorbereitende Arbeiten. Krug Energie möchte hier insgesamt acht Windenergieanlagen realisieren.

Im Bereich der Bad Berleburger Potenzialfläche Ohrenbach laufen vorbereitende Arbeiten. Krug Energie möchte hier insgesamt acht Windenergieanlagen realisieren.

Arfeld/Dotzlar. Von Windstille kann in Bad Berleburg momentan keine Rede sein. Denn: Es tut sich einiges im Bereich Windenergie – nicht nur mit Blick auf den Regionalplan-Entwurf, der speziell im politischen Raum für Kritik sorgt.

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Weitere Baustelle für Winpark im Ohrenbach

Über die Baugenehmigung für vier Windkraftanlagen der Eder Energy am Prenzenberger Kopf und die laufenden Vorarbeiten bei Arfeld hat die Siegener Zeitung bereits berichtet. Die Stadt Bad Berleburg geht noch rechtlich gegen die Genehmigung vor. Aktuell ist Anwohnern eine weitere Baustelle aufgefallen, die darauf hindeuten könnte, dass hier ein Windpark konkret geplant wird – diesmal im Ohrenbach, einer sogenannten Potenzialfläche der Stadt Bad Berleburg. Ein heimisches Bauunternehmen ist seit Tagen im Wald im Einsatz, Flächen sind abgesteckt und verschiedene Standorte für Windräder markiert.

Klare Absprachen mit der Stadt bezüglich Flächen

Entsprechende Informationen bestätigte Hans-Hermann Zacharias am Donnerstag auf Anfrage. Der Wittgensteiner ist Bereichsleiter bei Krug Energie, einem heimischen Unternehmen, das sich auf Photovoltaik- und Windenergieparks spezialisiert hat. Mehrere dieser Parks – teilweise mit Bürgerbeteiligung – befinden sich im Nachbarbundesland Hessen. Bekannt ist, dass Krug vor Jahren ein Auge auf mehrere Potenzialflächen im Bad Berleburger Stadtgebiet geworfen hatte. „Aber auch nur darauf. Von Flächen, die nicht dazu gehören, haben wir bewusst die Finger gelassen. Das war eine klare Absprache mit der Stadt“, so Hans-Hermann Zacharias. Im Ohrenbach bei Arfeld und Dotzlar, teilweise angrenzend an die Flächen der Eder Energy, wird es nun aber offenbar konkret.

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Bauantrag soll im Herbst eingereicht werden

„Wir nehmen Bodenproben, es geht auch darum, ob die Standfestigkeit gegeben ist“, sagte Hans-Hermann Zacharias zu den laufenden Arbeiten. Parallel würden Aspekte des Naturschutzes geprüft, eine ganz wichtige Aufgabe sei zudem das immisionsschutzrechtliche Verfahren. Der Bereichsleiter präzisierte, was vor gut zwei Wochen auch bei einem Scoping-Termin – unter Beteiligung der Stadt Bad Berleburg – im Siegener Kreishaus Thema gewesen sei: „Wir möchten im Herbst den Bauantrag auf den Weg bringen.“

Genehmigungsanträge für insgesamt acht Windkraftanlagen, die im Ohrenbach entstehen sollen. Hans-Hermann Zacharias legte Wert auf die Feststellung, dass Krug Energie ein öffentliches Verfahren anpeile. „Wir möchten nichts im Hinterzimmerstübchen machen, weil wir nichts zu verbergen haben.“ Er gehe davon aus, dass es im November und Dezember für mehrere Wochen zur Offenlegung der Planungen komme. Da habe jeder die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben und seine Sicht der Dinge einzubringen. Deshalb sei es auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll, mit Details in die Öffentlichkeit zu gehen. Was sagen die Behörden zum Stand der Dinge? Einnahmeverluste durch Holzpreise könnten kompensiert werden

Einnahmeverluste könnten kompensiert werden

„Der Stadt Bad Berleburg ist lediglich bekannt, dass Anträge für ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren im erwähnten Bereich vorbereitet werden. Die Verantwortlichkeit für das Antragsverfahren liegt bei der Immissionsschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein“, erklärte Bad Berleburgs Baudezernent Christoph Koch auf Anfrage. Der Kreis Siegen-Wittgenstein äußerte sich nicht zum laufenden Verfahren. Wie die SZ erfuhr, sollen sich weitere Eigentümer von Waldflächen im Raum Bad Berleburg intensiv mit dem Thema Windenergie auseinandersetzen. Das kann angesichts des Preisverfalls beim Holz nicht wirklich überraschen. Die Windenergie könnte zumindest einen Teil der Einnahmeverluste kompensieren. So weit wie Krug Energie sind diese Planungen allerdings noch nicht.

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