Von Accra nach Bad Berleburg

Pfarrer Rafael Dreyer stellt sich zwei Gemeinden vor

Nach dem Gottesdienst in der Bad Berleburger Stadtkirche kam Rafael Dreyer beim Kirchkaffee auch noch ins Gespräch mit Wittgensteinern.

Nach dem Gottesdienst in der Bad Berleburger Stadtkirche kam Rafael Dreyer beim Kirchkaffee auch noch ins Gespräch mit Wittgensteinern.

sz Wunderthausen/Bad Berleburg. „Rogate“ ist Lateinisch und heißt „betet“. Dementsprechend stand das Thema für die beiden Gottesdienste fest, mit denen sich Rafael Dreyer in den Kirchengemeinden Bad Berleburg und Lukas im Elsoff- und Edertal vorstellte und um eine Pfarrstelle bewarb (die Siegener Zeitung berichtete). Eigentlich wäre man von zwei identischen Gottesdiensten ausgegangen, aber der 49-Jährige hatte keinen ausformulierten Predigttext dabei. Stattdessen ein Konzept, mit dem er spontan auf Gegebenheiten vor Ort eingehen konnte.

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Seit 2017 in Ghanas Hauptstadt Accra

So ließ er am Samstagabend an die 50 Besucherinnen und Besucher in der Wunderthäuser Kirche kleine Zettel und Kugelschreiber für Gebets-Anliegen verteilen, die er tatsächlich ins Fürbittengebet aufnahm. Das hätte bei den 100 Gottesdienst-Gästen in der Bad Berleburger Stadtkirche am Sonntagmorgen den Rahmen gesprengt.

An einem weiteren Abend sprach Rafael Dreyer im Bad Berleburger Christus-Haus bei einer dritten Veranstaltung, mit der er sich vorstellte, unter der Überschrift „Bittet, so wird Euch gegeben“ über seinen Dienst seit 2017 in Ghanas Hauptstadt Accra.

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"Man geht hin, wo man wirklich gebraucht wird"

Durch das ökumenische Netzwerk „Evangelische Mission in Solidarität“ war er nach Ghana gekommen, ins Heimatland seiner Ehefrau. In Bad Berleburg warf er zunächst einen Blick auf die Missions-Geschichte, unterschied dabei sehr klar zwischen dem Wirken der Kirchenleute und den weltlich-wirtschaftlichen Kolonialherren und verwies darauf, dass es heute bei einem Auslands-Aufenthalt wie seinem um wechselseitige Wirkungen der beteiligten Menschen gehe. Deshalb laute seine offizielle Bezeichnung: ökumenischer Mitarbeiter.

Die Bad Berleburger Presbyterin Kerstin Keune fragte, was ihn wieder nach Westfalen, hoffentlich nach Wittgenstein bringe. Es sei fünf Jahre lang mal gut gewesen, das zu sehen, aber wenn man ehrlich sei, gebe es im aufstrebenden Christentum Ghanas genügend Pfarrer: „Dann geht man hin, wo man wirklich gebraucht wird.“

Entscheidung im Juni

Dafür müssen die Kirchengemeinden Bad Berleburg, Girkhausen und Lukas, die alle drei künftig von einem interprofessionellen Pastoral-Team, zu dem auch Rafael Dreyer gehören soll, kirchlich betreut werden, seiner Wahl zustimmen. Das passiert laut Pressemitteilung des Kirchenkreises in den Presbyterien Anfang Juni. Und dann gibt es nur noch eine Aufgabe für sie, aber eine ganz wichtige. Wenn Rafael Dreyer im Sommer nach Wittgenstein kommt, dann brauchen die Gemeinden für ihn, seine Ehefrau Esther, die neunjährige Tochter Sara Ofeibea und den fünfjährigen Sohn Sergio Akuffo in der Bad Berleburger Kernstadt eine Wohnung oder ein Haus zum Mieten.

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