Wetterportal Wittgenstein

Der Januar bringt viel Schnee

An vielen Tagen des Januars waren die Bäume in den Hochlagen sehr verschneit. Kurz nach Monatsmitte führte dies teils zu Problemen aufgrund von Schneebruch.

An vielen Tagen des Januars waren die Bäume in den Hochlagen sehr verschneit. Kurz nach Monatsmitte führte dies teils zu Problemen aufgrund von Schneebruch.

sz Bad Berleburg. Oberhalb von rund 600 Metern Höhe lag über den gesamten Monat eine geschlossene Schneedecke, im Vergleich zu anderen Wintermonaten der letzten Jahre ist dies schon etwas Besonderes. Auch in den Tälern schneite es, unterbrochen durch einige Tauwetterphasen, immer wieder mal. Insgesamt zeigte sich der Januar mit durchschnittlichen Niederschlagsmengen und wie der Dezember mit deutlich zu wenig Sonnenschein. Das ergaben die Messungen und Beobachtungen des Wetterportal Wittgenstein (www.wetter-wittgenstein.de) Mit einer Mitteltemperatur von -2,8°C an der Bergstation Kahler Asten war der Januar 0,9°C kälter als ein normaler Januar im neuen Vergleichszeitraum 1991 bis 2020. Nimmt man die alte Periode 1961 bis 1990 zu Buche war er 0,1°C, also geringfügig zu mild.

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Wetter bis Mitte Januar recht konstant

In den Wittgensteiner Tälern schwankte das Mittel um den Gefrierpunkt, in Birkelbach waren es am Monatsende -0,4°C, in Feudingen +0,2°C. Das neue Jahr begann in Wittgenstein winterlich kalt und brachte am ersten Tag des Monats sogar etwas Sonnenschein. In Kombination mit einer Schneedecke, welche etwa ab 400 Meter Höhe zu finden war, strömten viele „schneehungrige Menschen“ in die aufgrund der Pandemie allerdings weitgehend geschlossene Wintersportregion. Bis kurz nach Monatsmitte zeigte sich das Wetter recht konstant, denn auf den Bergen herrschte durchweg Dauerfrost und selbst in den Tälern wurden mit 1 bis 3°C höchstens geringe Plusgrade erreicht. Eine der kältesten Nächte war die zum 11. Januar. In Benfe wurden -10,8°C gemessen, in Hesselbach waren es sogar -11,3°C, ein kälterer Wert wurde im gesamten östlichen NRW nicht erreicht. Direkt über dem Erdboden, in diesem Fall also über der Schneedecke, wurden in Benfe sogar -15°C aufgezeichnet.

Tauwetter ab dem 22. Januar

In der zweiten Monatshälfte lag die Region dann immer an der Grenze zwischen kalter Luft über Nordeuropa und zeitweise deutlich milderer Luft, die den Süden und die Mitte Deutschlands erreichte. Die ausgeprägteste Tauwetterphase ereignete sich zwischen dem 19. und 22. Januar. In Bad Berleburg wurden bis zu 8,1°C erreicht, das Städtische Gymnasium in Bad Laasphe kam sogar auf 9,7°C. Selbst auf den Bergen kratzte das Thermometer an der 5°C-Marke. Bis zum Monatsende gab es anschließend noch zwei kalte und eine mildere Phase. Etwa 75 Prozent der Niederschläge dieses Januars fielen auf den Bergen als Schnee in die Messbecher. Insgesamt waren es in Erndtebrück rund 89 Liter und damit etwas weniger als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre. In Feudingen wurden 91 Liter gemessen, in Hesselbach 82 und in Bad Laasphe rund 60 Liter pro Quadratmeter. Ein großer Teil dieser Niederschläge kam während der letzten Tauwetterphase kurz vor Monatsende zusammen, an den Flüssen der Region stiegen die Pegel damit deutlich an. Die Schneehöhen waren insgesamt eines Januars würdig. So lagen auf den höchsten Gipfeln rund um den

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Schneebruch richtet Schäden in den Wäldern an

Albrechtsplatz an der Stadtgrenze zu Winterberg und auf der Wallershöhe an der Grenze zu Hallenberg durchweg mehr als 20 Zentimeter Schnee. Ohne Pandemie hätte dies auch im alpinen Bereich für einen traumhaften Wintersportmonat gesorgt, erfreuen konnten sich daran nun aber vor allem die nordischen Skisportler. Maximal wurden am Kahlen Asten am Mittag des 28. Januars bis zu 62 cm gemessen. Mehr Schnee lag zuletzt vor neun Jahren im Februar 2012. Probleme machte im letzten Monatsdrittel teils schwerer Schneebruch, einige Straßen mussten gesperrt werden. Auch in den Tälern zeigte sich der Januar überwiegend verschneit. Ab 400 Metern Höhe lag die Schneedecke oft zwischen 5 und 10 cm und bedeckte die Landschaft an rund 25 der 31 Monatstage. In den tiefsten Lagen, also im Edertal unterhalb von Arfeld, im Lahntal unterhalb von Feudingen und rund um Elsoff gab es meist nur eine dünne Schneedecke von wenigen Zentimetern.

Der Januar 2021 - ein trüber Monat

Der Wind kam in diesem Januar aufgrund der vielen Tiefdruckwetterlagen meist aus dem Bereich Südwest bis Nordwest. Nur am letzten Wochenende des Monats drehte er mal auf Ost. Die Geschwindigkeiten hielten sich in Grenzen und erreichten an der Station in Aue-Wingeshausen im Mittel 5,6 km/h. Zum Vergleich: Der Januar 2020 kam auf 5,7 km/h. Maximal wurde an der Skihütte Schanze am Rothaarkamm eine Geschwindigkeit von 82 km/h gemessen, in den Wittgensteiner Tälern waren es meist zwischen 50 und 60 km/h. Ähnlich wie der Dezember zeigte sich auch der Januar über weite Strecken sehr trüb. Wäre da nicht der letzte sonnige Tag gewesen, hätte der Monat sogar den Minusrekord aus dem Januar 1984 gebrochen, welcher knapp acht Sonnenstunden brachte. Mit sechs Stunden am 31. Januar standen aber so noch immerhin 13 Stunden zu Buche. Trotzdem sehr wenig, normal wären 47 Stunden gewesen.

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